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Rentenbesteuerung: Das sollten Sie wissen

FOTONACHWEIS
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Jährlich versendet die Deutsche Rentenversicherung ein Infoblatt, aus dem Sie die Höhe Ihrer erwarteten Alters- oder Erwerbminderungsrente ersehen können. Auf die später tatsächlich ausgezahlten Renten sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und in vielen Fällen auch Steuern zu bezahlen. Bei den in den Renteninformationen angegebenen Summen handelt es sich also um Bruttobeträge. Etwa 11 Prozent müssen für Zahlungen an die Kranken- und Pflegeversicherung herausgerechnet werden. Je nach Höhe der Renteneinkünfte werden auch Steuern fällig. Das betrifft nicht allein die Altersrente, sondern alle Leistungen aus den gesetzlichen Alterssicherungssystemen, also beispielsweise auch Witwen- oder Erziehungsrenten. Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung sind hingegen steuerfrei.

Entscheidend ist die Höhe der Gesamteinkünfte

Neben der gesetzlichen Rente müssen Sie als Pensionär etwaige Mieteinnahmen, Betriebsrenteneinkünfte, Kapitalerträge und Einkünfte aus der privaten Altersvorsorge versteuern. Dazu zählen auch Riester- und Betriebsrenten. Bei der betrieblichen Altersvorsorge (baV) ist entscheidend, ob die Beiträge überwiegend aus versteuertem oder aus unversteuertem Arbeitsentgelt gezahlt wurden. Wird eine bAV aus unversteuertem Arbeitsentgelt finanziert, dann ist sie im Rentenbezug voll steuerpflichtig. Andernfalls fällt nur eine Besteuerung mit dem Ertragsanteil an.

Auch monatlich ausgezahlte Privatrenten sind nur mit dem sogenannten Ertragsanteilzu versteuern. Dieser richtet sich nach dem Alter des Rentenempfängers ab Rentenbeginn.

Nachdem Sie alle steuerpflichtigen Einnahmen addiert haben, können Sie Abzüge geltend machen. Dazu gehören bei Rentnern genau wie bei Arbeitnehmern neben den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung auch Werbekosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen, zum Beispiel Gesundheitskosten, Spenden, Beiträge für Haftpflicht- und Unfallversicherungen oder Handwerkerrechnungen. Liegt das Ergebnis der Einkünfte abzüglich der steuerrechtlich gültigen Ausgaben unter dem Grundfreibetrag, müssen Rentner keine Erklärung beim Finanzamt abgeben. Für 2019 liegt der Grundfreibetrag bei 9.168 Euro für Ledige bzw.  bei 18.336 Euro für Eheleute und eingetragene Lebenspartnerschaften. Versteuert wird nur der Teil des Einkommens, der über dem Grundfreibetrag liegt.

Einen Rentenbesteuerungs-Rechner finden Sie hier.

Ausführliche Informationen zum Herunterladen und Ausdrucken finden Sie hier.

 

(Quelle:www.ruv.de)