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Leben

Organe spenden, Leben retten: Warum Sie einen Organspende-Ausweis haben sollten

FOTONACHWEIS
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Nach dem Tod eines Angehörigen sollen Familienmitglieder entscheiden, ob der Verstorbene seine Organe spendet oder nicht. Hat sich der Betreffende zu Lebzeiten nicht klar dazu geäußert, ist die Entscheidung für seine Angehörigen schwierig zu treffen. In neun von zehn Fällen lehnen sie dann eine Organspende ab. Dabei ist der Bedarf für die Lebenden groß: Jedes Jahr sterben in Deutschland ungefähr 1.000 Menschen, weil sie nicht mit dem nötigen Spenderorgan versorgt werden konnten. Weitere 10.000 Menschen stehen auf der Warteliste für eine Transplantation. Dazu kommen etwa 50.000 Menschen mit defekten Nieren, die für den Rest ihres Lebens mehrmals pro Woche zur Dialyse müssen. Die Erfolgsaussichten bei Organspenden sind für die Patienten sehr gut. Sie sollten also gute Gründe angeben können, warum Sie KEINEN Organspende-Ausweis besitzen.

Irrationale Ängste

Oft sind es Bequemlichkeit oder unbegründete Ängste, die Menschen davon abhalten, einen Organspende-Ausweis zu beantragen oder einen entsprechenden Vermerk in ihrer Patientenverfügung zu machen. Zum einen beschäftigen sich viele nicht gerne mit der eigenen Sterblichkeit, zum anderen sind Horrorgeschichten über Organhandel und vorzeitige Entnahme im Umlauf. Dabei sind Organgeschäfte in Deutschland verboten und auch tatsächlich kein Thema. Das deutsche Transplantationsgesetz regelt Entnahme und Vergabe transparent und detailliert. 2012 wurde es noch einmal überarbeitet und verschärft. Sollten bei Ihnen also keine religiösen Gründe und tiefsitzende Überzeugungen gegen das Spenden von Organen sprechen, sollten Sie sich einen Ruck geben – und Leben retten.

Zum Antrag eines Organspende-Ausweises gelangen Sie hier.