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Kompetenz für Patienten: Die privaten Krankentransporte von Daniel Hellendrung

FOTONACHWEIS
© Daniel Hellendrung

Als Chef kann Daniel Hellendrung seine eigene Vorstellung von privaten Krankentransporten umsetzen. Ganz wichtig dabei: Die Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen sollen wirklich im Mittelpunkt stehen. Grundlage dafür ist für den 45-Jährigen ein kompetentes, gut geführtes Team. „Wenn die Mitarbeiter gestresst sind, wirkt sich das schnell mal negativ auf die Patienten aus“, sagt Hellendrung. „Deshalb ist eine gute Atmosphäre im Team wichtig.“ Das allein reicht aus der Sicht des Geschäftsführers allerdings nicht. Die Mitarbeiter müssten außerdem auch wirklich gut geschult und belastbar sein. Außerdem ist für Hellendrung eine vorausschauende Planung der Fahrten essentiell.  „Je schlechter ich kalkuliere, desto mehr kommen die Fahrer in Verzug. Und das erzeugt Stress“, weiß er aus eigener Erfahrung. „Dann ist es schwerer auf die Patienten zugewandt einzugehen und alle Details im Blick zu behalten.“

Aufmerksamkeit für kranke Menschen

Hellendrung ist es wichtig, dass der einzelne Mensch im Blick bleibt und nicht wie eine Ware durch die Gegend gefahren wird. Dazu gehören freundliche Worte und ein offenes Ohr ebenso wie ein wachsames Auge: „Wenn ein älterer Patient zu dünn bekleidet aus dem Haus kommt“, so Hellendrung, „dann sorgen achtsame Fahrer dafür, dass er wärmer angezogen wird.“ Die 2015 gegründete DAH-Ambulanz ist ein qualifizierter Krankentransport mit vier nach neuester EU-Norm (DIN 1789) ausgestatteten Rettungswagen und handelt nach dem Rettungsdienstgesetz mit allen Nebenbestimmungen und Auflagen. Die GmbH mit Sitz in Berlin-Köpenick beschäftigt elf Mitarbeiter, die allesamt den Schein als Rettungssanitäter besitzen.

Die familiäre Struktur soll erhalten bleiben

Viel größer soll das Team laut Hellendrung nicht werden, damit das Persönliche und Familiäre erhalten bleibt. Zu den Leistungen der Firma gehören Fahrten zu Krankenhäusern und Ärzten ebenso wie Verlegungsfahrten, Einweisungen in Erste-Hilfe-Rettungsstellen, Fahrten zu Dialyse, Bestrahlung oder privaten Anlässen, zum Beispiel wenn ein Patient trotz Krankheit an einer familiären Weihnachts- oder Geburtstagsfeier teilnehmen möchte. In diesem Fall wird der Kunde nicht nur von geschultem Personal gefahren, sondern auch vor Ort betreut. Neben allen Arten von Krankentransporten, die mit Rettungsfahrzeugen zu bewerkstelligen sind, bietet das kleine Unternehmen auch Unterstützung bei den Genehmigungen der Krankenkasse an.

Hilfe bei Genehmigungsanträgen

Daniel Hellendrung erklärt: „Seit Juli 2015 gibt es die Regelung, dass ambulante Transporte genehmigt werden müssen, damit sie von der Kasse bezahlt werden.“ Ihm zufolge sind viele Patienten mit dem Papierkram überfordert, zumal sie ja oft auch andere, nämlich gesundheitliche Sorgen haben. Im Sinne der Kunden ist es für Hellendrung also eine Selbstverständlichkeit, das korrekte Ausfüllen der Genehmigungsanträge zu übernehmen. Eine weitere Selbstverständlichkeit ist die Erreichbarkeit rund um die Uhr. Die Leitstelle der DAH-Ambulanz ist 24 Stunden täglich und an 365 Tagen im Jahr zu erreichen. Dabei achtet Hellendrung jedoch darauf, dass sich weder seine Mitarbeiter noch er selbst überarbeiten.

Fokussiertes Arbeiten statt Überforderung

„Wir arbeiten in klar abgegrenzten Schichten und sorgen dafür, dass Überstunden die Ausnahme darstellen“, sagt Hellendrung. Er selbst fährt bis heute immer wieder bei Schichten mit, auch um die Anforderungen der Mitarbeiter und der Patienten vor Ort mitzubekommen. Wenn Daniel Hellendrung „auf Auto“ ist, beginnt sein Arbeitstag um 6:30 Uhr und endet um 15 Uhr mit dem Ende der Frühschicht. „Bürotage“ beginnen bei ihm um 8:30 Uhr und gehen in der Regel bis 17 Uhr. Daniel Hellendrung arbeitet lieber voll fokussiert in einem überschaubaren Zeitrahmen, statt sich mit ständigen Überstunden zu überfordern. „Natürlich bin ich trotzdem auch mal gestresst“, sagt der Geschäftsführer. „Dazu gibt es zu viele kleine Unwägbarkeiten im Transportwesen. Ich lass diesen Stress aber nie an meinen Mitarbeitern aus, sondern mache das mit mir aus.“

Dienstleister durch und durch

Hellendrung begreift sich durch und durch als Dienstleister, und das nicht allein gegenüber den Patienten, sondern auch in Hinblick auf seine Mitarbeiter und die Institutionen, mit denen die DAH-Ambulanz zusammenarbeitet. Mitdenken und sehen, was andere brauchen, ist für ihn ein zentraler Bestandteil seiner Arbeit. „Dadurch wird sie für mich auch besonders erfüllend“, sagt der gebürtige Köpenicker. „Und es kommt auch wirklich viel zurück.“ Sehr zufrieden ist Daniel Hellendrung auch mit der Unterstützung durch die Berliner Volksbank: „Das war die einzige Bank, die an mich und mein Konzept von Anfang an geglaubt hat. Ich wurde umfassend beraten, unterstützt und betreut.“ Eine der wichtigsten Erfahrungen, die Hellendrung als Unternehmer gemacht hat, formuliert er so: „Es gibt mehr hilfsbedürftige Menschen, als man denkt. Und letztlich sind wir alle aufeinander angewiesen. Unternehmertum bedeutet für mich im Kern, Hilfe anzubieten und Hilfe anzunehmen. So gut es geht.“