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Neue Gesetze 2019: Das ändert sich für Unternehmer

FOTONACHWEIS
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Sozialversicherung

Zum 01.01.2019 sinken die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung von 3 auf 2,5 Prozent. Für Sie als Arbeitgeber bedeutet das eine Entlastung um 0,25 Prozent. Allerdings steigt gleichzeitig der Beitrag zur Pflegeversicherung um 0,5 Prozent auf dann 3,05 Prozent. Da auch dieser Beitrag zur Hälfte von Ihnen als Arbeitgeber geleistet wird, steigt Ihre Belastung hier um 0,25 Prozent.

Eine gute Nachricht für Selbständige mit geringerem Einkommen ist die deutliche Senkung des Mindestbeitrages zur gesetzlichen Krankenversicherung. Das Gesetzliche Krankenversicherungs- Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) betrifft alle Selbstständigen, die weniger als 2.284 Euro im Monat verdienen. Die neue Bemessungsgrundlage beträgt nämlich mit 1.038 Euro noch nicht einmal die Hälfte der bisherigen. Das bedeutet: Statt 14,6 Prozent auf 2.284 Euro zahlen künftig Selbstständige, die nicht mehr als den alten Minimalwert monatlich verdienen, nur noch 14,6 Prozent auf 1.038 Euro. Somit schrumpft der Monatsbeitrag von 333 Euro auf rund 152 Euro.

Eine weitere Änderung: Ab dem 01. 01.2019 tragen die gesetzlich Versicherten den Zusatzbeitrag nicht mehr alleine. Vielmehr kommt nun der Arbeitgeber mit der Hälfte des Betrages auf. Da der durchschnittliche Zusatzbetrag 2019 bei 0,9 Prozent liegt, steigt die Belastung für Arbeitgeber im Schnitt um rund 0,5 Prozent.

Neue Gesetze für Unternehmer

Zum Jahresbeginn 2019 steigt der gesetzliche Mindestlohn von aktuell 8,84 Euro auf 9,19 Euro brutto die Stunde. Ab 2020 wird er mindestens 9,35 Euro betragen. Außerdem steigen etliche Branchenmindestlöhne, zum Beispiel bei Zeitarbeitern in der Pflege.

Über das neue Recht auf befristete Teilzeit können Sie sich hier informieren. Über das neue Verpackungsgesetz finden Sie bei UnternehmerAkzente hier alle nötigen Informationen.

Die LKW-Maut steigt zum Jahreswechsel. Besonders betroffen sind 18-Tonner, während gasbetriebene Fahrzeuge und Elektro-LKW von der Maut befreit sind. Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Dienstfahrräder sind künftig steuerfrei. Für privat genutzte E-Dienstwagen gibt es ab dem 01.01.2019 Steuervorteile. Nutzer zahlen nun nur noch die Hälfte. Infos finden Sie hier.

Midijobber können ab dem 01.07.2019 statt bisher maximal 850 Euro bis zu 1.300 Euro verdienen. Obwohl Sie dafür nur reduzierte Sozialversicherungsbeiträge bezahlen müssen, erwerben sie dennoch volle Rentenansprüche. Informationen finden Sie hier.

Ab dem 01.01.2019 sind Arbeitgeber verpflichtet, einen Zuschuss von 15 Prozent des Sparbeitrags zur betrieblichen Altersvorsorge zu bezahlen, wenn sie durch die Entgeltumwandlung ihrer Mitarbeiter Sozialversicherungsbeiträge einsparen. Die Verpflichtung gilt zunächst für Neuzusagen ab dem 01.01.2019. Ab 2022 ist sie dann für alle bestehenden Verträge gültig. Weitere Informationen und Tipps für Gestaltungsmöglichkeiten finden Sie hier.

Ab dem 01.01.2019 wird es  im Personenstandsregister ein drittes Geschlecht geben. Neben „weiblich“ und „männlich“ wird nun auch ein „divers“ stehen. Damit werden künftig auch Intersexuelle adressiert. Bei Stellenanzeigen empfiehlt sich ab dann die Formulierung (m/w/d), also „männlich“/“weiblich“/“divers“.

(Quelle: www.impulse.de)