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Geschäftsgeheimnisse: Neues Gesetz betrifft kleine und mittlere Unternehmen

FOTONACHWEIS
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Geschäftsgeheimnisse zählen zu den nicht-materiellen Werten eines Unternehmens. Betriebsspionage und Verrat durch die eigenen Mitarbeiter gefährden diesen Wert heutzutage in besonders hohem Maße. Bisher reichte für den Geheimnisschutz der subjektive Geheimhaltungswille des Informationsinhabers aus. Mit der Gesetzesänderung müssen Unternehmen nun zusätzlich „angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen“ treffen. Andernfalls besteht kein Geheimnisschutz.

Der neue Drei-Stufen-Plan

Um dem neuen Gesetz gerecht zu werden, sollten KMU künftig ihre Geschäftsgeheimnisse in drei Schritten schützen: Zunächst soll eine Bestandsaufnahme durchgeführt werden. Sämtliche Geschäftsgeheimnisse der Firma müssen identifiziert und ihre jeweilige Gefährdung lokalisiert werden. Dazu gehört auch eine Analyse der Vertragslage. Wie ist die Geheimhaltung in Verträgen mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Lieferanten geregelt? Wo bestehen Risiken?

In einem zweiten Schritt soll ein Schutzkonzept erstellt und implementiert werden. Wichtig ist, dass damit die identifizierten Risiken auf drei Ebenen deutlich gesenkt werden:

  • organisatorisch (z. B. Einführung von abgestuften Zugangsberechtigungen)
  • technisch (z. B. Verschlüsselung von Dateien)
  • rechtlich (z. B. Einführung bzw. Anpassung von Geheimhaltungsklauseln)

Im dritten Schritt geht es darum, einen Turnus festzulegen, der die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des Schutzkonzeptes ermöglicht. Vor allem gilt es, technische Entwicklungen im Auge zu behalten und jeweils aktuelle Verschlüsselungsmethoden anzuwenden. Weitere Informationen finden Sie hier.

(Quelle:www.marktundmittelstand.de)