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Strategie

Wachstumsprojekte: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

FOTONACHWEIS
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Der Kardinalfehler bei Projekten im Allgemeinen und Wachstumsprojekten im Besonderen: Die Ziele des Projekts sind nicht klar genug definiert. Wissen Sie überhaupt, warum Ihr Unternehmen wachsen soll? Und auf welche Weise genau? Ist der Zukauf einer anderen Firma wirklich mit einer sinnvollen, zukunftsträchtigen Strategie zu kombinieren oder sollten Sie besser auf interne Prozessoptimierung setzen? Sollten Sie Ihre Produktpalette wirklich erweitern oder eher den Servicegedanken stärker in den Vordergrund rücken und sich mehr als Dienstleister verstehen? Überlegen Sie genau, welches Vorgehen als Wachstumsbeschleuniger wirklich taugt und was die mittel- und langfristigen Ziele Ihres Unternehmens sind.

Fehler Nummer 2: Sie holen Ihre Mitarbeiter nicht ausreichend ins Boot. Schlimmstenfalls delegieren Sie ein Wachstumsprojekt und wenden sich dann wieder anderen Dingen zu, ohne dass die Mitarbeiter intellektuell und emotional mit dem Projekt verbunden sind. Überlegen Sie, welche Mitarbeiter auf welche Weise eingebunden und vom Sinn des Projektes überzeugt werden müssen. Blicken Sie durch die Brille Ihrer Angestellten: In welcher Weise werden Sie vom Projekt betroffen.

Unkonstruktive Riesenmeetings und überforderte Projektleitung

Fehler Nummer 3: Umgekehrt sollten Sie aber auch nicht immer alle bei allen Entscheidungen zu Rate zu ziehen. Je mehr Teilnehmer bei Entscheidungsrunden und Steuerkreisen aktiv beteiligt sind, desto aufwendiger wird der Meinungsbildungsprozess und desto länger werden Entscheidungen hinausgezögert oder verwässert. Definieren Sie stattdessen für die zentralen Entscheidungen ein gut zusammengestelltes Kernteam und betrauen Sie einen größeren Kreis mit den Umsetzungsplänen.

Hier schließt sich des Öfteren Fehler Nummer 4 an: Sie betrauen jemand mit der Projektleitung, der nicht kompetent genug ist. Suchen Sie nicht den Mitarbeiter aus, der gerade Zeit hat und die Hand hebt, sondern wirklich denjenigen, der sowohl die fachliche Kompetenz, als auch die persönliche Reife mitbringt. Wachstumsprojekte sind in der Regel nichts für ehrgeizige Youngster. Besser geeignet ist ein erfahrener Mitarbeiter, der in Projekten bereits entscheidende Fähigkeiten demonstriert hat: Ergebnisorientierung, Pragmatismus, Verlässlichkeit, Übersicht, hohe Kommunikationsfähigkeit und Führungskompetenz.

Behalten Sie den Fokus

Fehler Nummer 5 ist leider ebenfalls typisch für Wachstumsprojekte: Zu viele Projekte werden gleichzeitig geplant und angestoßen, aber es fehlen die Ressourcen, um sie auch wirklich umzusetzen. Die Folge sind stagnierende Projekte, die Quartal um Quartal wieder auf der Agenda stehen. Meist ist der Fokus dann längst verloren gegangen und die Mitarbeiter verzetteln sich wenig effektiv in verschiedenen Teilprojekten. Planen Sie anhand einer realistischen Ressourceneinschätzung und definieren Sie maximal drei Fokus-Projekte neben den jeweiligen Teilzielen. Überprüfen Sie regelmäßig den Fortschritt und verringern Sie die Projekte, wenn Sie Stagnation bemerken.

(Quelle: https://www.onpulson.de)