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Neues Gesetz: Gesetzliche Krankenversicherung wird für Kleinunternehmer attraktiver

FOTONACHWEIS
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Sein Name ist etwas umständlich: Das Gesetzliche Krankenversicherungs-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) ist inhaltlich jedoch ein wahres Schmankerl für alle Selbstständigen, die weniger als 2.283,50 Euro im Monat verdienen. Die neue Bemessungsgrundlage beträgt nämlich mit 1.140 Euro noch nicht einmal die Hälfte der bisherigen. Das bedeutet: Statt 14 Prozent auf 2.283,50 Euro zahlen künftig Selbstständige, die nicht mehr als den alten Minimalwert monatlich verdienen, nur noch 14 Prozent auf 1.140 Euro. Somit schrumpft der Monatsbeitrag von rund 320 Euro auf rund 160 Euro.

Mit dem neuen Gesetz soll einem Missstand abgeholfen werden, der bisher Selbstständige mit geringem Einkommen benachteiligte. Für alle, die mehr als 2.283,50 Euro monatlich verdienen, gilt weiterhin wie für Festangestellte der Prozentsatz auf das reale Einkommen. Selbstständige, die freiwillig gesetzlich versichert sind, müssen nichts tun, um ab dem 1. Januar 2019 in den Genuss der neuen Regelung zu kommen. Die gesetzlichen Krankenkassen berechnen die neuen Beiträge mit Beginn 2019. Als Ausgangspunkt dient dabei zunächst der Einkommensteuerbescheid von 2017. Erst wenn der Einkommenssteuerbescheid von 2019 vorliegt, erfolgt die endgültige Festsetzung.