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Kluge Altersvorsorge: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

FOTONACHWEIS
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Wissen Sie ob Ihre Rente für den Erhalt Ihres Lebensstandards reichen wird? Schauen Sie einfach mal auf Ihren Rentenbescheid und gleichen Sie die Summe dort mit dem ab, was Sie monatlich benötigen. Zur Unterstützung gibt es auch diesen Vorsorgerechner. Entdecken Sie dabei eine größere Lücke, die zwischen Soll und Ist klafft, benötigen Sie eine zusätzliche Altersvorsorge. Aktien bieten durchschnittlich eine deutliche höhere Rendite als andere Anlageformen. Ein typischer Fehler im Umgang mit Aktien ist jedoch, dass sich Sparer selbst überschätzen, und alles selbst in die Hand nehmen. Das Know-how eines Profis ersetzt man aber nicht mit ein paar Stunden Internetlektüre und dem Lesen der Börsennachrichten. Weitere Fehler: Prozyklisch kaufen und verkaufen, also einkaufen, wenn der Kurs steigt und verkaufen, wenn er sinkt. Kurzfristigen Trends nachzujagen ist bei Aktien oft nicht der beste Rat. Hinter hohen Renditeversprechungen stecken oft hohe Risiken. Besser ist es, langfristig zu denken. Auch zu oft zu kaufen und zu verkaufen ist selten sinnvoll, da jeder Trade Gebühren kostet.

Besser früher als später

Viele denken in jungen Jahren nicht gerne über das Alter nach. Warum sollte man sich mit etwas so etwas Langweiligem wie der Altersvorsorge befassen? Ganz einfach: Weil der Zinseszinseffekt diejenigen belohnt, die frühzeitig zu sparen beginnen. Der exponentielle Effekt ist umso größer, je mehr Jahre das Geld angelegt wird. Wer sehr spät einsteigt, zahlt oft noch drauf, weil erst einmal die Gebühren des jeweiligen Fonds anfallen und von der Rendite abgezogen werden. Auch dies übersehen viele: Jedes Finanzprodukt hat seinen Preis, denn auch die Banken und Fondsmanager wollen verdienen. Diese Kosten sollten Sie im Blick haben. Legt ein Fonds beispielsweise jedes Jahr um zwei Prozent zu, nimmt aber auch eine Gebühr von zwei Prozent, so liegt Ihr Gewinn bei unter Null. Denn obendrein ist die Inflationsrate zu berücksichtigen. Sie beträgt seit Jahren in Deutschland um die zwei Prozent. Wer sein Geld für unter zwei Prozent anlegt, verliert Jahr um Jahr an Kaufkraft.

Gar nicht ratsam ist es, bei Aktien oder anderen Anlageformen alles auf eine Karte zu setzen. Es kann auch ein Fehler sein, nur auf heimische Werte zu setzen. Ein Mix aus verschiedene Aktien in verschiedenen Ländern ist langfristig erfolgversprechender. Gerade aufstrebende Märkte wie Indien oder China könnten in Zukunft mehr Rendite erwirtschaften, als vertraute Märkte wie Deutschland oder die USA.

(Quelle: Impulse)