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Innovatives Modell für mehr Freiraum: Flexible Arbeitszeitkonten

FOTONACHWEIS
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In Pflegeberufen ist nicht nur Schichtdienst die Regel, es fallen meist auch viele Überstunden an. Oft ist die Mehrarbeit ungeplant und trägt ab einem gewissen Grad nicht gerade zu einem positiven Betriebsklima bei. Die Arbeiterwohlfahrt Unterfranken hat darauf bereits 2012 mit einer „Betriebsvereinbarung zu Arbeitszeit und Dienstplangestaltung“ reagiert. Eine innovative Strategie folgte dann 2015: Gemeinsam mit dem Betriebsrat entwickelte die AWO das Arbeitszeitkontensystem „3 Plus“. Wie bei einem klassischen Arbeitszeitkonto werden Soll und Ist erfasst. Dazu kommt aber nun ein Ampelsystem.

Mehr Klarheit für die Planung

Häuft ein Mitarbeiter eine bestimmte Anzahl an Überstunden an, springt die Ampel auf Gelb. Nun wissen der Beschäftigte wie der Dienstplaner, dass das Maximum bald erreicht ist. Zeigt die Ampel Rot, greifen Schutzmechanismen. So fällt die individuelle Steuerung der Arbeitszeit leichter und Überbelastungen werden vermieden. Ein zweiter Baustein von „3 Plus“ ist ein Arbeitszeit-Ansparkonto. Auf diesem können Beschäftigte Überstunden anlegen und eigenverantwortlich während des Kalenderjahres in bezahlten Freizeitausgleich eintauschen.

Den dritten Teil des Modells bildet ein Lebensarbeitszeitkonto. Auf dieses können Beschäftigte nach eigenem Ermessen und steuer- und beitragsfrei Entgeltleistungen einzahlen, zum Beispiel Sonderzahlungen oder Teile des regulären Monatsgehaltes. Später können diese Gelder genutzt werden, um zum Beispiel ein Sabbatical zu machen oder für einen bestimmten Zeitraum auf Teilzeitarbeit zu wechseln.

(Quelle: http://www.arbeitenviernull.de/)