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Datenschutz im Online-Marketing

FOTONACHWEIS
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Heutzutage spielen sich viele Firmenprozesse digital und online ab. Die Aufbereitung der eigenen Website, Social-Media-, Newsletter- und E-Mail-Marketing und Suchmaschinenoptimierung sind bedeutende Bereiche des Online-Marketings, in denen Datenschutz nun großgeschrieben werden muss. Viele Unternehmen waren mit der Aufgabe einer fristgerechten Umsetzung der DSGVO überfordert. Jedoch hat die neue Grundverordnung gerade in Bezug auf die Erhebung und Verwendung von Daten im Online-Marketing einiges vereinfacht.

Berechtigte Interessen eines Unternehmens

Besteht ein berechtigtes Interesse, kann das die Verarbeitung von Daten einer Person zu Marketingzwecken rechtfertigen. Ein solches berechtigtes Interesse liegt beispielsweise dann vor, wenn es sich bei der Person bereits um einen Kunden des Unternehmens handelt oder sie in dessen Diensten steht. Allerdings reicht ein berechtigtes Interesse allein nicht aus. Dieses muss nämlich stets gegen die persönlichen Interessen der jeweiligen Person, also dessen Persönlichkeitsrechte, abgewogen werden. Es dürfen außerdem nur Daten erhoben und zu Marketingzwecken verwendet werden, die öffentlich zugänglich sind. Aber inwiefern wird dadurch die Datenerhebung erleichtert? Überwiegen die berechtigten Interessen, bedarf es keiner weiteren Einwilligung durch die Person, welche ansonsten verpflichtend ist.

Opt-In und Opt-Out

Überwiegen die berechtigten Interessen nicht, ist separat eine Einwilligung (Opt-In) in die Speicherung und Verwendung der Daten von der entsprechenden Person einzuholen. Darüber hinaus muss der Nutzer informiert werden, dass seine Daten gespeichert und außerdem darüber aufgeklärt werden, wofür diese verwendet werden. Der Datenerhebung muss demnach ein rechtlich nachvollziehbarer Grund zugrunde liegen. Die Datenverwendung ist dann außerdem zweckgebunden.

Die Möglichkeit eines Widerrufs (Opt-Out) muss zu jeder Zeit bestehen und von Anfang an gegenüber der Person kommuniziert werden. Widerruft die Person ihre Einwilligung, ist damit nicht nur die Datenverwendung zu einem bestimmten Zweck gemeint, sondern auch die allgemeine Datenverarbeitung. Der Opt-Out muss im Übrigen genauso leicht getätigt werden können wie der Opt-In auch.

Werbung auf der Website

Wer Werbeanzeigen auf der eigenen Webseite schaltet, sollte darauf achten, dass die Werbung als solche gekennzeichnet ist. Nutzen Sie zur Auswertung von Nutzerdaten Tools wie Google Analytics, sollten Besucher der Website einen Cookie-Hinweis beim ersten Aufruf der Seite erhalten. Der Text sollte aussagen, welche Daten erhoben, wozu diese genutzt und an wen sie weitergegeben werden. Mit einem Klick kann der Besucher seine Einwilligung geben. Die Daten sollten anonymisiert werden.

Newsletter- oder E-Mail-Marketing

Auch Direktmarketing darf weiterhin betrieben werden. Auch hier gilt: Ist eine E-Mail-Adresse öffentlich zugänglich, darf diese für das E-Mail-Marketing verwendet werden, vorausgesetzt es hat eine Interessenabwägung stattgefunden. Für die Einwilligung in den Erhalt von Newsletter-E-Mails empfiehlt sich die Verwendung des Double-Opt-in-Verfahrens, bei welchem der Nutzer zusätzlich eine E-Mail zur erneuten Bestätigung seiner Zustimmung erhält.

Social-Media-Marketing

Binden Sie auf Ihrer Webseite Social-Media-Buttons unbedingt per Zwei-Klick-Methode ein. Die Buttons sind hierbei inaktiv, bis der Nutzer sie mit einem gezielten Mausklick aktiviert und so seine Zustimmung gibt. So werden Daten nicht unbegrenzt an die entsprechenden Social-Media-Unternehmen weitergegeben.

Ausführlichere Informationen zum Thema Datenschutz im Online-Marketing finden Sie unter datenschutz.org/online-marketing