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Strafzölle und wie Sie sie vermeiden: Zollmanagement im Mittelstand

FOTONACHWEIS
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Im Zuge der Globalisierung spielte Zollmanagement für viele Unternehmer eine sehr untergeordnete Rolle. Das ändert sich allerdings gerade in Zeiten von Brexit und Strafzöllen. Nun müssen sich deutsche Unternehmen für den Umgang mit neuen Handelsbarrieren wappnen. Dazu gehört zunächst einmal, die Zollzahlungen der eigenen Firma überhaupt in den Blick zu bekommen. In einem zweiten Schritt sollte es dann um die Möglichkeiten gehen, Zollzahlungen zu reduzieren. In manchen Fällen können sich Firmen sogar komplett von ihnen befreien lassen. Naheliegend ist dabei natürlich die Verlagerung der Produktion. Wer im jeweiligen Absatzmarkt produziert, umgeht Zollzahlungen und sogenannte Strafzölle.

Administrative Möglichkeiten ausschöpfen

Allerdings ist das Anpassen von Lieferketten zeit- und kostenaufwändig. Bevor Firmen derart massive Änderungen vornehmen, sollten sie prüfen, ob bereits alle administrativen Möglich­keiten ausgeschöpft sind, um weniger Zollgebühren zu zahlen. Da gerade Mittelständler die Zollabwicklung selbst nicht im Blick haben, sondern ihren Spediteuren überlassen, übersehen sie häufig Einsparmöglichkeiten. Mal sind das zollrechtliche Präferenzabkommen zwischen Ländern, in denen das Unternehmen produziert, mal können Güter auf einer anderen Bearbeitungsstufe importiert werden. Auch die Nutzung von Zolllagern kann deutliche Erleichterung bringen.

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