Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Strategie

Mitarbeitergespräche: Dieser Leitfaden hilft Ihnen weiter

FOTONACHWEIS
© Janina Dierks - fotolia.com

Die Zeit in Mitarbeitergespräche ist alles andere als schlecht investiert, wenn Sie diese Gelegenheit nutzen, um sowohl präzises, konstruktives Feedback zu geben, als auch, um zu zu hören, was Ihren Mitarbeiter bewegt. Gehen Sie dabei systematisch vor, und beginnen Sie mit dem Positiven. Der erste Punkt könnte „Stärken/erfolgreiche Projekte“ lauten.

  • Was ist dem Mitarbeiter gut gelungen?
  • Woran denkt er mit einem Lächeln?
  • Welches Projekt war besonders erfolgreich? Woran könnte das liegen?

Fragen Sie den Mitarbeiter ruhig, worin er seine besonderen Stärken sieht. Die Antworten können Ihnen dabei helfen, die Fähigkeiten Ihres Mitarbeiters besser einschätzen zu können.

Die Rolle im Team

Als nächstes sollten Sie den Mitarbeiter nach seiner Rolle im Team fragen.

  • Was sind seine Aufgabengebiete? Passen diese zu seinen Fähigkeiten?
  • Wie wird kommuniziert?
  • Wie verlaufen Entscheidungsprozesse?
  • Was läuft gut?
  • Wo gibt es Verbesserungsbedarf?

Bei diesen Fragen können Sie unter anderem überprüfen, wie die Stimmung im Team ist, ob sich Ihre Wahrnehmung mit der des Mitarbeiters deckt und ob Ihr Mitarbeiter wirklich so eingesetzt wird, wie es seinen Fähigkeiten am besten entspricht. Erst dann sollten Sie zu den weniger optimalen Ergebnissen des Mitarbeiters kommen. Anstatt eine Gardinenpredigt zu halten, ist es sinnvoller, den Mitarbeiter selbst zu fragen, wo er in seinen Augen weniger gut gearbeitet hat und wo er sich verbessern kann. Überlegen Sie konkret, wie man diese Verbesserung messen könnte. Legen Sie nach Möglichkeit überprüfbare Ziele für die nächsten sechs Monate fest. Bei diesem Punkt im Gespräch können Sie auch selbst Kritik anbringen. Formulieren Sie klar und ohne persönlichen Angriff. Sollte Ihr Bild stark von dem abweichen, das der Mitarbeiter von sich selbst hat, sollten Sie den Unterschied registrieren, ohne ihn gleich zu bewerten. Vermutlich benötigen Sie für ein gerechtes Urteil Bedenkzeit.

Die Entwicklungsmöglichkeiten Ihres Mitarbeiters

Sprechen Sie möglichst konkret über die Entwicklungsmöglichkeiten Ihres Mitarbeiters:

  • Was will er verbessern?
  • Wo sieht sich der Mitarbeiter in der Zukunft?
  • Welche Schritte sind für diese Veränderung notwendig?

Wichtig ist, dass die angestrebten Ziele realistisch und die Erfolge messbar sind. Es lohnt sich, hier Gehirnschmalz zu investieren. Als letzten Punkt sollten Sie Fragen zu Hindernissen stellen und welche Unterstützung Ihr Mitarbeiter benötigt, um diese zu überwinden.

  • Was braucht er um optimale Leistungen zu erbringen?
  • Wie können Sie als Chef helfen?
  • Wo hat Ihre Unterstützung gefehlt?
  • Was kann im Arbeitsumfeld verbessert werden?

Wenn Sie diese Punkte gewissenhaft mit Ihrem Mitarbeiter durchgehen, wird aus dem Termin ein richtiges Gespräch, das beiden Seiten hilfreiche Erkenntnisse ermöglicht.

(Quelle: Impulse)