Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Arbeiten

Kundenbindung durch Newsletter: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

FOTONACHWEIS
© Sergey Nivens - fotolia.com

Wer auf einer Homepage „Newsletter bestellen“ anklickt, bekommt heutzutage in der Regel erst einmal eine E-Mail zugeschickt. Diese enthält einen Link, auf den der Interessent klicken muss, um so zu bestätigen, dass er den Newsletter wirklich haben will. Das Verfahren nennt sich „Double-Opt-In“ (DOI),  grob übersetzt „doppelte Einverständniserklärung“. So umständlich es erscheinen mag, das Verfahren ist sinnvoll, damit der echte Besitzer der Mailadresse den Newsletter bestellt. Durch die seit 25. Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung tun Unternehmen gut daran, eine solche Einverständniserklärung seitens des Adressaten nachweisen zu können.

Das Problem: Viele klicken den Bestätigungslink nicht, und den Unternehmen gehen Newsletter-Empfänger verloren – oft ohne dass sie es merken. In vielen Newsletter-Versandsystemen ist die Abbrecherquote nicht transparent. Die entscheidende Frage aber lautet: Wie lässt sie sich verringern?

So landet die DOI-Mail nicht im Spam

Es gibt mehrere Gründe, warum Mails beim Kunden im Spamordner landen. Mal liegt es daran, dass die Mail nicht über professionelle Versandsysteme verschickt wurde. Mal ist die Versandsignatur nicht unterstützte Authentifizierungsverfahren das Problem. Auch der Betreff oder bestimmte Wörter im Text können dazu führen, dass die Nachricht vom Mailprogramm des Abonnenten als Spam eingestuft wird. Großbuchstaben im Betreff sind ebenso zu vermeiden, wie Begriffe wie „Rabatte“, „Angebot“, „gratis“ oder „Gutschein“. Kostenlose Programme wie Mail Tester oder Newsletter-Tools bieten einen Spam-Check an. Anschließend erfährt man, ob Technik oder Text angepasst werden müssen. Obendrein sollten Unternehmen potentiellen Newsletter-Abonnenten einen deutlichen Hinweis geben, sobald er die „Bestellung“ per Klick angefordert hat: „Sollten Sie keine Mail erhalten, schauen Sie bitte in Ihrem Spamordner nach.“

So öffnen Empfänger die DOI-Mail auch wirklich

Damit Interessenten auch wirklich die DOI-Mail öffnen, sollten Sie deren Erhalt ankündigen. Denn sonst kann es passieren, dass die Kunden glauben, der Bestellvorgang sei – so wie früher üblich – mit dem Klicken des „Newsletter bestellen“-Buttons abgeschlossen. Der Hinweis sollte entweder bereits im Anmeldeformular platziert werden oder erscheinen, sobald der Kunde den Button für das Abonnement angeklickt hat. Dann könnte beispielsweise eine Ansicht erscheinen, in der steht: Fast geschafft! Um den Newsletter wirklich zu erhalten, brauchen Sie jetzt nur noch…“ Hilfreich ist auch eine eindeutige Betreffzeile für die DOI-Mail. Zum Beispiel: „Newsletter XYZ. Bitte bestätigen.“

So klicken die Empfänger auch wirklich auf den Bestätigungslink

Die Mail mit dem Bestätigungslink sollte nicht nur einen eindeutigen Betreff haben. Auch der Text selbst sollte möglichst kurz und klar und dabei freundlich sein. Verzichten Sie in den Formulierungen auf alles, das in Richtung Werbung geht. Achten Sie darauf, dass der Bestätigungs-Link sofort ins Auge fällt. Eine andere Farbe, eine „fette“ Formatierung und mehrere Leerzeilen vor dem Link helfen dabei, ihn hervorzuheben. Schließlich sollten Sie auch alle technischen Eventualitäten bedenken: Funktioniert die mobile Ansicht der Bestätigungsmail? Fällt der Link auch dann ins Auge und lässt sich gut anklicken, wenn die DOI-Mail auf dem Smartphone geöffnet wird? Verzichten Sie darauf, den Bestätigungslink als Bild einzubauen. Nicht jeder Nutzer lässt sich Bilder in Mails anzeigen. Beispielsweise in Microsoft Outlook ist diese Funktion standardmäßig deaktiviert.

(Quelle: http://www.impulse.de/)