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Portraits

Immer in Bewegung: Robert Busch und die LSB SportService Brandenburg GmbH

FOTONACHWEIS
© Robert Busch

Die Sportjugend ist eine Abteilung des Landessportbundes (LSB) und spielt in Brandenburg genauso eine wichtige Rolle wie in Nordrhein-Westfalen oder Bayern. Sie konzentriert sich auf die Belange der Kinder und Jugendlichen. Dazu gehört auch, Entwicklungs- und Bewegungsdefiziten entgegen zu wirken. Je früher desto besser. So wurde die SportService Brandenburg GmbH ins Leben gerufen, um Träger von „gesundheits- und bewegungsbetonten“ Kindertagesstätten zu werden und für diese wissenschaftlich fundierte Konzepte umzusetzen. Robert Busch, der sich mit Andy Papke die Geschäftsführung teilt, formuliert es so: „Wir testen universitäre Ansätze der Bewegungs- und Gesundheitserziehung auf ihre Praxistauglichkeit. Erst wenn die gegeben ist, entwickeln wir Förderprogramme oder versuchen die Erkenntnisse ins gesamte Land Brandenburg zu übertragen.

Zurzeit arbeiten 174 Personen für die GmbH, die meisten als pädagogische MitarbeiterInnen und ErzieherInnen. Der Bereich Service und Verwaltung wird hingegen nur von einigen wenigen Angestellten besetzt. Robert Busch studierte zunächst Politikwissenschaften mit den Schwerpunkten Verwaltungswissenschaften und politische Theorien. Seit 2001 ist er als  Jugendsekretär der Brandenburgischen Sportjugend für die gesamte Jugendarbeit des LSB zuständig. Dabei vertritt die Sportjugend die Interessen von über 140.000 Kindern und Jugendlichen und ist der größte Jugendverband Brandenburgs. Robert Busch sammelte hier seine ersten Erfahrungen im Bereich der Unternehmensführung und des Personalmanagements. Für den 42-Jährigen war es nur folgerichtig, schließlich auch den Geschäftsführerposten in der neu gegründeten SportService GmbH anzunehmen.

„Die Rechtsform ergab sich dabei automatisch“, sagt Busch. „Als Träger von bewegungs- und gesundheitsorientierten Kindertagesstätten unterliegen wir der Gemeinnützigkeit.“ Derzeit dienen der GmbH sieben Kitas und zwei Horte als modellhafte Einrichtungen einer modernen Bewegungs- und Gesundheitserziehung. In einem stetigen Prozess werden die in der Praxis gesammelten Erfahrungen mit Erkenntnissen der Universität Potsdam abgeglichen. „Der Übertrag von Theorie zu Praxis und von Praxis zu Theorie ist eine große Herausforderung“, sagt Busch. Laut dem Geschäftsführer sind hier auch vor allem die Mitglieder des Bewegungsteams gefordert, die versuchen, Studien-Ansätze möglichst optimal in den Kita-Alltag zu integrieren. Zentral ist dabei eine gelingende Kommunikation mit möglichst geringen Informationsverlusten. Buschs Schwerpunkt ist dabei vor allem die politische Kommunikation und die Vermittlung von Erkenntnissen aus dem Bewegungsbereich in die Flächenförderung des LSB Brandenburg. Schließlich sollen die Kinder des gesamten Bundeslandes von einer zeitgemäßen und praxiserprobten Bewegungserziehung profitieren. Die SportService GmbH versteht seine Modellangebote als Grundlage für die Förderung sämtlicher Kitas, Horte und Sportvereine in Brandenburg. Einrichtungen, die sich durch die Umsetzung entsprechender Programme qualifizieren, können ein zertifiziertes Gütesiegel erwerben.

Aktuell stehen über 210 Sportvereine und Kitas im Land Brandenburg in Kooperation. Als Ziel gibt Robert Busch an, jährlich zehn zusätzliche Einrichtungen zu zertifizieren. „Darüber hinaus bieten wir Fort- und Weiterbildungen im Erzieherbereich für die gesamte Trägerlandschaft im Land Brandenburg an“, erläutert der Geschäftsführer. Dann erläutert er, was er bei seiner Tätigkeit vor allen Dingen dazu gelernt hat: „Speziell in der Arbeit mit Kommunen, Verwaltungen und öffentlichen Trägern ist Geduld vonnöten. Als Unternehmer will man oft alles möglichst schnell und energisch umsetzen. Bei der Arbeit mit der öffentlichen Hand ist Ausdauer aber unerlässlich. Um langfristig etwas zu erreichen, muss man Dinge auch mal aussitzen können.“

Trotz des eher ungewöhnlichen Umfeldes: Robert Busch teilt sich mit Andy Papke die typischen Tätigkeiten eines Geschäftsführers: personelle Entscheidungen, Objektkontrolle, Weiterentwicklung der Konzeption, Leitungssitzungen, Durchführung aller Rechtsgeschäfte bis hin zu den täglichen Freigaben und Anweisungen aller Rechnungen für ein Jahresvolumen von ca. 20 Millionen Euro. Beim Betrieb der modellhaften Einrichtungen gilt es die in Brandenburg üblichen Bedingungen der Finanzierung sowie die entsprechenden Rechtsgrundlagen einzuhalten. Um den hohen Qualitätsanspruch der SportService GmbH durchzusetzen, greifen Busch und Papke hin und wieder auf externe Partner zurück. „Bei all unseren Vorhaben steht uns mit der Berliner Volksbank ein solider und verlässlicher Partner an der Seite“, sagt Busch und verweist auf  große Projekte in Falkensee, Potsdam und Brandenburg an der Havel die durch die Berliner Volksbank finanziert wurden. Besonders zufrieden zeigt sich Busch mit der verbindlichen Kommunikation, durch die auch kurzfristige Kreditabwicklungen möglich werden.

„Als Anteilshalter der Berliner Volksbank unterstützen wir den genossenschaftlichen Ansatz“, sagt Busch. „Und wir versuchen, Ideen zur Weiterentwicklung der Berliner Volksbank mit einzubringen.“ An Ideen und der Fähigkeit, diese mit anderen zu teilen, fehlt es Robert Busch ohnehin nicht. Der in Berlin geborene und im Havelland aufgewachsene Unternehmer liebt es, an neuen, innovativen Ideen mitzuwirken, im kleinen Kreis Entscheidungen zu treffen, Menschen zu begeistern und die Ergebnisse der eigenen Arbeit hautnah mitzuerleben. Dafür arbeitet er auch gerne länger als die üblichen acht Stunden am Tag. Die zehnte Modell-Einrichtung steht kurz vor der Eröffnung. In naher Zukunft würde Busch gerne eine elfte und letzte Modell-Kita eröffnen. In dieser sollen alle bisher gewonnenen Erfahrungen so gut wie möglich umgesetzt werden. Für diese Vorzeigeeinrichtung haben Papke, Busch und ihr Team aus der Geschäftsstelle in Potsdam bereits einen konkreten Ort vor Augen: das ehemalige Terrassenrestaurant „Minsk“ am Brauhausberg in Potsdam. Warten wir ab, was die Zukunft bringt.