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Strategie

Attraktive Arbeitgeber: Die sechs wichtigsten Faktoren für Arbeitnehmer

FOTONACHWEIS
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Individuelle Faktoren wie Wohnortnähe oder das Workplace-Design spielen für Arbeitnehmer eine immer stärkere Rolle, wenn sie die Attraktivität des Arbeitgebers bewerten sollen.

Das geht aus einer Studie des Personalberaters Suite&Co hervor, für die fast 900 Fachkräfte und 51 Personaler befragt wurden.

Viktor Gilz, Mitgründer von Suite&Co: „Was ein Unternehmen heute für einen Bewerber sexy macht, sind andere Dinge als noch vor einigen Jahren. Bewerber wollen sich vor allem wohlfühlen. Ein prestigeträchtiger Name allein reicht nicht, um Fachkräfte anzulocken.“

Suite&Co stellt die sechs wichtigsten Faktoren für Arbeitgeberattraktivät vor:

1. Wohnortnähe

Sieben von zehn befragten Fachkräften (74 Prozent) bewerten die Nähe zum Wohnort als wichtig oder sehr wichtig. Damit entscheidet dieses Kriterium am stärksten darüber, wie attraktiv ein Unternehmen für Bewerber ist.

Gilz: „Die Nähe zur Familie, Freunden und den eigenen vier Wänden unterstreicht die Wichtigkeit der Work-Life-Balance. Die Nähe zum Arbeitsplatz sehen die meisten als Luxus, den sie sich gerne vorbehalten.“

Allerdings: Personaler unterschätzen diesen Faktor. Nur jeder vierte HR-Verantwortliche (25 Prozent) betrachtet die Wohnortnähe als sehr wichtig.

2. Ein schönes Arbeitsumfeld

Auf Rang zwei steht die Arbeitsumgebung und -ausstattung. Ein attraktiver Arbeitsplatz kann einen positiven Einfluss auf das Arbeitspensum haben. Außerdem spiegelt die Einrichtung eines Unternehmens auch dessen Arbeits- und Gesamtkultur wider.

Lisa Mellinghoff von Suite&Co: „Spätestens seit Google vor gut zehn Jahren zum ersten Mal gezeigt hat, wie ein Arbeitsplatz aussehen kann, hat sich das Bild gewandelt. Angestellte wollen nicht mehr in einem leblosen grauen Bürogebäude darben, sondern in einer ansprechenden Arbeitsumgebung. Und sie wollen sich vor allem wohlfühlen.“

3. Gehalt

Bei aller Nähe und Schönheit des Arbeitsplatzes: Auf angemessene Vergütung will keiner verzichten. 71 Prozent der Fachkräfte erwarten ein hohes Gehalt von den Arbeitgebern.

Personalern ist dies bewusst. 70 Prozent stimmen dieser Aussage unisono zu. Auch regelmäßige Boni fallen unter diese Kategorie.

4. Individuelle Belohnung

Ebenso wichtig sind individuelle Anreize und besondere Leistungen. Das sehen Fachkräfte und Personaler ähnlich. Ein Mensch ist motivierter, wenn er nicht einer unter vielen ist, sondern als Individuum geschätzt wird.

Gute Personalführung heißt: mehr Zeit in die einzelne Person investieren und den Anteil am Geschäftserfolg auf die persönliche Ebene herunterbrechen. So treten die Leute überzeugender auf und arbeiten leistungsfähiger, um die Gunst der Chefetage zu erhalten.

5. Weiterbildung für die Karriereplanung

Personalern ist die Möglichkeit von Workshops, Karriereplanung und Co. extrem wichtig. Acht von zehn Personaler wollen, dass ihre Arbeiter dauerhaft auf dem neuesten Stand bleiben und sich immer weiterentwickeln, um in der sich ständig verändernden Arbeitswelt nicht den Anschluss zu verlieren.

Im Vergleich dazu: Nur 63 Prozent der Arbeitskräfte wissen dies zu schätzen und erwarten vom Arbeitgeber, dass Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten angeboten werden.

6. Ruf, Größe und Bekanntheit

Maßen die Babyboomer und die Generation X dem Namen des Unternehmens eine hohe Bedeutung bei, zählt dies für die jüngeren Generationen Z und Y nur bedingt.

Der gute Ruf einer Firma indes ist viel bedeutsamer. Dies verschafft kleineren Unternehmen den Vorteil, trotz ihrer geringeren Größe und Bekanntheit nicht sofort ausgeschlossen zu werden.

Überraschend dabei: Viele Unternehmen unterschätzen die Relevanz von Zertifizierungssystemen wie Top-Job oder Kununu, wo Arbeitnehmer Rezensionen über Firmen schreiben. Obwohl sich viele Fachkräfte über dieses Medium informieren, benutzen nur 27 Prozent der gefragten Unternehmen ein solches System.