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Generation Y: Berufseinsteiger befürworten selbstbestimmten und unbegrenzten Urlaub

FOTONACHWEIS
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Jeder zweite deutsche Arbeitnehmer ist der Meinung, dass selbstbestimmter Urlaub funktionieren könnte. Berufseinsteiger befürworten selbstbestimmten und unbegrenzten Urlaub besonders deutlich.

Das geht aus dem „Urlaubsreport 2018 – Urlaub ohne Ende“ der Plattform XING hervor, für die mehr als 1.000 deutsche Arbeitnehmer befragt wurden.

Ältere Arbeitnehmer sind eher skeptisch

Demnach halten die jüngeren Befragten selbstbestimmten Urlaub eher für möglich als ältere Berufstätige: Während 60 Prozent der 18- bis 39-Jährigen mindestens in Teilen an das Prinzip des selbstbestimmten Urlaubs glauben, sind es unter den 40- bis 65-Jährigen lediglich 44 Prozent.

Die Skepsis beim Thema „selbstbestimmter Urlaub“ liegt XING zufolge wohl vor allem an der Befürchtung, dass sich Arbeitnehmer zu viele Urlaubstage zuteilen würden. Diese Angst ist laut Studie aber nur teilweise begründet.

Gewünschte Urlaubstage pro Jahr: 32

Im Durchschnitt wünschen sich die Befragten 32,2 Urlaubstage im Jahr – also nur etwas mehr als die 30 Tage, die deutschen Berufstätigen im Durchschnitt zustehen.

Ältere Arbeitnehmer sind in dieser Frage bescheidener als jüngere: Während Berufseinsteiger bis 24 Jahre sich 34,2 Urlaubstage geben würden, benötigen Erwerbstätige zwischen 60 und 65 Jahren nur 29,8 Urlaubstage.

Fast ein Fünftel der Befragten wünscht sich nicht mehr als den gesetzlichen Urlaubsanspruch von 20 Tagen – und fünf Prozent der Befragten reicht ein Urlaubsanspruch von fünf Tagen Urlaub im Jahr.

Flexible Urlaubsregelungen aktiv anbieten

XING-CEO Thomas Vollmoeller zufolge sind flexible Urlaubsregelungen empfehlenswert – wenn im Unternehmen vorgelebt würde, sie auch zu nutzen.

Vollmoeller: „Egal auf welcher Hierarchie jemand beschließt, eine Pause von seinem Job zu machen – in Deutschland trifft man noch oft auf ‚Das kann man doch nicht machen‘ – Unverständnis. Wer reife, autonome und innovative Mitarbeiter haben möchte, muss ihnen auch auf Augenhöhe begegnen.“