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Freelancer: Tipps für eine gute Zusammenarbeit

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So sind Freiberufler nicht immer greifbar, wenn Sie sie brauchen. Klar, auch Sie greifen ja nur bedarfsweise auf die Freelancer zurück, entsprechend nehmen diese auch andere Aufträge an. Ein weiteres Problem kann der Teamspirit sein: Sie wissen nicht genau, wo der Freie gerade seinen Kopf hat, inwiefern er die spezifischen Anforderungen Ihrer Firma auch im Detail versteht und wieviel „Stallgeruch“ er im Bedarfsfall hat. Ein letzter Punkt: Freelancer lassen sich in der Regel nicht gerne in ihre Arbeit reinreden und sehen sich als ihre eigenen Chefs. Auch deshalb ist im Umgang mit ihnen Fingerspitzengefühl gefragt.

Um Ärger zu vermeiden hilft es bereits, genau zu schauen, welchen Freelancer Sie für welche Aufgaben auswählen. Fassen Sie Ihre Anforderungen so genau wie möglich und achten Sie dann darauf, was Ihr Gegenüber wirklich leisten kann. Sie haben es in der Regel mit Spezialisten zu tun, die auch in ihrem jeweiligen Bereich (z. B. Programmierung) manche Dinge besser können als andere – und manche gar nicht. Gehen Sie während des Prozesses nicht automatisch davon aus, dass der freie Mitarbeiter alles kann, was Ihnen plötzlich als Aufgabe noch einfällt. Um an die richtigen Kräfte zu kommen, sollten Sie auf Empfehlungen achten und in der Anfangsphase der gemeinsamen Arbeit lieber zu viel als zu wenig kommunizieren.

Klare Absprachen

Nicht nur was die Anforderungen und die zu bewältigenden Aufgaben angeht, sollten Sie sich so klar wie möglich mit dem Freelancer absprechen – auch Honorarfragen sollten Sie von Anfang an transparent halten. Dazu gehört, dass Sie Stunden-, Tages- oder Aufgabenbudgets aushandeln, die beide Seiten für fair und realistisch halten. Im Laufe des Prozesses kann dabei durchaus nachjustiert werden, sei es, weil der Freelancer erkennt, dass er länger für eine Aufgabe braucht, sei es, weil Sie feststellen, dass neue Anforderungen dazu kommen. Je fairer und transparenter Sie kommunizieren, desto weniger Probleme wird es im Laufe der Zusammenarbeit geben. Zu einer guten Arbeitsatmosphäre gehört auch, dass Sie auch freie Mitarbeiter pünktlich und vollständig entlohnen.

Vorsicht vor „Stiller Post“

Je kürzer die Kommunikationswege zwischen Ihnen und den freien Mitarbeitern sind, desto weniger Informationen gehen beim Briefing verloren oder werden verzerrt. Und wie wichtig ein exaktes Briefing für die Zusammenarbeit ist, dürfte gerade bei Kräften klar sein, die nicht vor Ort und nicht so eng an die Firma gebunden sind. Manchmal ist es hilfreich, freie Mitarbeiter in einen Firmenmailverteiler einzubinden. Auch Cloud-Lösungen, durch die der Freelancer von seinem Arbeitsplatz auf Daten der Firma zugreifen kann, können sehr hilfreich sein. Außerdem sollten Sie Freelancer mindestens einmal persönlich treffen, wenn Sie planen länger mit Ihnen zusammen zu arbeiten. Auch Einladungen zu Firmenevents sind keine schlechte Idee, um die Vernetzung zwischen „Festen“ und „Freien“ zu verbessern. Schließlich sollten Sie gute Freelancer ruhig enger an Ihr Unternehmen binden, indem Sie konstruktives Feedback geben, sich nach Wünschen und Zukunftsplänen erkundigen und die gemeinsame Zusammenarbeit positiv erwähnen.

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