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Facebook: Wenn der Chef zum Freund werden will

FOTONACHWEIS
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Deutsche Arbeitnehmer nutzen ihre persönlichen Profile auf Social-Media-Plattformen immer stärker auch zur professionellen Vernetzung. Insgesamt ist ein Viertel der Arbeitnehmer bei Plattformen wie Facebook oder Instagram mit dem Vorgesetzten befreundet.

Das geht aus dem Arbeitsbarometer des Personaldienstleisters Randstad hervor, für den deutschlandweit 400 Arbeitnehmer befragt wurden.

Demnach sind vor allem junge Arbeitnehmer mit ihrem Chef in sozialen Netzwerken befreundet. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen geben 48 Prozent an, den Chef in der Freundesliste zu haben.

Privater Facebook-Account darf privat bleiben

Randstad zufolge gibt es gute Gründe, die gegen die Facebook-Freundschaft mit dem Chef sprechen.

Petra Timm, Director Group Communications bei Randstad Deutschland: „Viele Arbeitnehmer in Deutschland legen Wert auf eine Trennung von Privatleben und Beruf. Aber die Vernetzung in den sozialen Medien gibt Vorgesetzten Zugriff auf Dinge, die Angestellte im direkten Gespräch vielleicht nicht mitteilen würden.“

Die Wahrung der Privatsphäre sei ein guter Grund, sich privat nicht mit dem Vorgesetzten zu vernetzen.

Petra Timm: „Wenn ein Angestellter Berufliches und Privates strikt getrennt halten möchte, müssen Vorgesetzte das respektieren und verstehen. Ein privates Facebook-Profil ist nicht Teil der Arbeitswelt.“

Privat- und Berufsleben verschmelzen immer stärker

Die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben ist also für viele Arbeitnehmer in Deutschland bereits heute verschwommen: Das Randstad Arbeitsbarometer zeigt, dass 52 Prozent der Arbeitnehmer soziale Medien nutzen, um sich mit ihren Arbeitskollegen zu vernetzen.