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Elektroarbeiten: Was Sie selbst machen dürfen und was nicht

FOTONACHWEIS
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Elektroarbeiten zählen vor dem Gesetz zu den „gefahrgeneigten Handwerken“. Fehler bei der Installation können Kurzschlüsse, Stromschläge und Kabelbrände verursachen. Daher ist die korrekte Ausübung solcher Tätigkeiten an den Besitz eines Meisterbriefes gebunden. In der Praxis bedeutet das: Wenn Sie Installationen innerhalb Ihres Stromnetzes vornehmen und keinen Meisterbrief in der Tasche haben bzw. als Elektriker nicht beim jeweiligen Stromversorger eingetragen sind (siehe Niederspannungsverordnung NAV) zahlen Sie entstehende Schäden aus eigener Tasche. Brennt dabei ein halbes Haus ab oder stirbt sogar ein Mensch, sind die Folgen ohne Versicherungsschutz auch finanziell katastrophal.

Was erlaubt ist

Kleine Elektroarbeiten dürfen jedoch auch Laien ausführen. Das Anschließen eines Küchenherdes zählt nicht dazu, wohl aber das Auswechseln von Leuchtmitteln oder die Installation einer DSL-Anlage. Beim Wechseln von Glühbirnen sollten Sie allerdings darauf achten, die Sicherung in dem jeweiligen Raum auszuschalten. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann mit einem Spannungsmesser prüfen, ob der Stromkreis wirklich „tot“ ist. Beschädigte Kabel und Stecker sollten Sie keinesfalls selbst reparieren. Beauftragen Sie stattdessen einen Fachmann mit der Entsorgung und Erneuerung.

Gerade zeitaufwendige Elektroarbeiten können ins Geld gehen. Hier können Sie sich mit den Fachleuten absprechen und eventuell bestimmte Vorarbeiten selbst übernehmen. Den finalen Anschluss an den Stromkreis darf jedoch nur ein Experte durchführen. Im Internet finden Sie qualifizierte Innungsfachbetriebe in Ihrer Nähe. Und vergessen Sie als Mieter nicht, Änderungen wie z. B. das Auswechseln von Lichtschalter- oder Steckdosenabdeckungen mit dem Vermieter abzusprechen.

(Quelle: www.ruv.de)