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Strategie

Zeitwertkonten: Mehr Flexibilität am Arbeitsplatz

FOTONACHWEIS
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Die Studie „Zeitwertkonten – Nutzungsmöglichkeiten und Chancen in der modernen Arbeitswelt“ geht verschiedenen Fragen rund um das Thema „Zeitwertkonten“ nach. Befragt wurden rund 320 Geschäftsführer, Vorstände und Personalleiter in Unternehmen in Deutschland. Ein Ergebnis: rund drei Viertel der Betriebe setzen auf Flexi- bzw. Gleitzeitkonten. Das Modell „Zeitwertkonto“ ist hingegen weniger bekannt und wird nur von etwa einem Siebtel der mittelständischen Arbeitgeber angeboten.

Wie funktionieren Zeitwertkonten?

Das ZWK-Modell besteht aus einer Anspar- und einer Entnahmephase. „Eingezahlt“ werden können

  • Überstunden
  • Stundenguthaben aus Kurzzeitkonten
  • Tarifliche/außertarifliche/übertarifliche Leistungen
  • Nicht genommener Urlaub
  • Freiwillige Arbeitgeberleistungen

In der Entnahmephase wird das gutgeschriebene Geld schrittweise ausgezahlt und erfüllt in der Regel die Funktion eines Gehaltes, ohne dass der Mitarbeiter dafür Arbeitsleistung erbringen muss. So können beispielsweise ein Sabbatical oder der Vorruhestand finanziert werden. Denkbar ist auch ein Altersteilzeit-Modell, das in Zeiten eines Fachkräftemangels in vielen Branchen attraktiver wird. Auch für Erziehungszeiten oder Phasen, in den Angehörige gepflegt werden, bietet sich die Entnahme vom ZWK an.

Was spricht gegen Zeitwertkonten?

Laut der Studie geben viele Mittelständler an, bereits arbeitnehmerfreundlich genug aufgestellt zu sein. Über ein Drittel der Unternehmen lehnt Zeitwertkonten ab, weil ihnen dabei die Risiken im Zusammenhang mit der gesetzlichen Beitragsgarantie und unzureichender Rentabilität in der Niedrigzinsphase zu hoch sind. Die Studie verweist auch darauf, dass bisher nur wenige Mitarbeiter Zeitwertkonten anfragen.

Weitere Informationen

Studie „Zeitwertkonten – Nutzungsmöglichkeiten und Chancen in der modernen Arbeitswelt“

10 wichtige Fragen und Antworten zum Zeitwertkonto