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Studie: Unterschiede zwischen den Altersgruppen auch bei der Jobsuche

FOTONACHWEIS
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Die Digitalisierung spaltet Arbeitssuchende in Deutschland entlang der Generationen: Während Jüngere der Nutzung digitaler Kanäle zur Jobsuche vertrauen oder die Vorteile der neuen Technologien schätzen, zeigen sich Ältere häufiger skeptisch.

Das belegen die Resultate der Orizon Arbeitsmarktstudie, für mehr als 2.000 deutsche Arbeitnehmer befragt wurden.

Soziale Netzwerke werden zur Jobsuche eher von Jüngeren genutzt

Demnach nutzt etwas mehr als jeder Fünfte zwischen 18 und 69 Jahren auch soziale Netzwerke, um sich nach einem neuen Job umzuschauen.

Doch sieht man genauer hin, so zeigt sich: Während bei den 18- bis 39-Jährigen rund 37 Prozent Facebook, Xing und Co. zur Jobsuche nutzen, sind es bei den 40- bis 69-Jährigen gerade einmal 13 Prozent – Tendenz rückläufig.

Form der Bewerbungen ganz unterschiedlich

Auch bei der Form der Bewerbung gibt es je nach Generation unterschiedliche Ansichten.

Möglich sind laut Orizon neben dem Postweg bspw. die Bewerbung per E-Mail-Anhang und Online-Bewerbungsformulare bis hin zum Smartphone oder sogenannten ChatBots.

Bei dieser jüngsten Entwicklung ist der Kandidat im Gespräch mit einem Computer, der die für eine Bewerbung nötigen Informationen sammelt und so ein Profil des Kandidaten erstellt.

Immerhin 2,6 Prozent der 18- und 19-Jährigen würde diese Bewerbungsform laut Orizon Arbeitsmarktbefragung 2018 bevorzugen – in allen anderen Altersgruppen sind es jeweils deutlich unter einem Prozent.

Ältere nutzen lieber den klassischen Postweg für die Bewerbung

Bemerkenswert sind auch die Unterschiede bei den anderen Bewerbungskanälen: Arbeitnehmer unter 40 Jahren wollen sich mehrheitlich per E-Mail oder Online-Formular bewerben, Bewerber über 40 Jahren präferieren nach wie vor den klassischen Postweg.

In diesem Kontext besonders spannend: Rund die Hälfte der 18- und 19-Jährigen glaubt, ein Computer könne Bewerbungen objektiver beurteilen als ein Mensch. In der Altersgruppe 50 plus stimmen dieser Aussage noch nicht einmal zehn Prozent der Befragten zu.

Das Smartphone spielt für Bewerbungen bislang übrigens noch eine untergeordnete Rolle, auch wenn es insgesamt aus dem Alltag der Arbeitnehmer nicht mehr wegzudenken ist.

Ältere lassen sich nicht von Digitalisierung stressen

Insgesamt stimmen weniger als 40 Prozent der 50- bis 59-Jährigen der Aussage zu, die Vorteile der neuen digitalen Technologien würden für sie persönlich überwiegen. In der Altersgruppe 18 bis 29 Jahre bejahen dies weit über 60 Prozent der Befragten.

Die jüngere Generation misst der Digitalisierung tendenziell auch einen größeren Einfluss auf den Arbeitsalltag bei: Über 30 Prozent der Befragten bis 39 Jahre stimmen der Aussage zu „Die Digitalisierung zwingt mich dazu, deutlich schneller zu arbeiten“.

Unter den 50- bis 69-Jährigen bejaht das nur ein knappes Viertel. Ältere Arbeitnehmer – möglicherweise kurz vor der Rente und daher mit geringerem Karrieredruck – blicken offenbar etwas entspannter auf die Folgen des technologischen Wandels.