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Strategie

So vermeiden Führungskräfte Verdruss über Teambildungs- und Strategietage

FOTONACHWEIS
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Teambildungs- und Strategietage bringen Kollegen in ungezwungener Atmosphäre zusammen und sorgen für nachhaltige Effizienzsteigerungen im Unternehmensalltag – so die Theorie.

Doch viele Mitarbeiter sehen keinen Nutzen in solchen Veranstaltungen. Der häufigste Grund für die Unzufriedenheit: Es fehlt die klare Zielsetzung.

Experte Ian Sanders von der Financial Times/IE Business School Corporate Learning Alliance erklärt, wie Team-Building und Strategie-Workshops gelingen: „Richtig organisiert können Teamexkursionen zum Teamgefühl beitragen, Konflikte lösen und die Motivation steigern. Sie bieten Gelegenheit zur Reflektion der eigenen Leistung und Standortbestimmung auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel.“

Voraussetzung sei aber immer eine klare Zielsetzung. Ian Sanders hat eine Checkliste für nachhaltig motivierende und erfolgreiche Teambildungs- und Strategietage entwickelt:

1. Oberste Priorität: Ein klar formuliertes Ziel – vor dem Beginn der Veranstaltung

Geht es darum, die Mitarbeiter auf die Unternehmensstrategie auszurichten? Oder stehen Kennenlernen, Mannschaftsgeist und Feierlichkeiten im Mittelpunkt?

Ersteres empfiehlt sich für Firmen, die grundlegende Veränderungen durchmachen. Letzteres für Teambildung oder als Dankeschön für gemeinsame Erfolge. In jedem Fall: Vor der Anreise sollte jedem Teilnehmer das Ziel unmissverständlich klar sein.

2. Der richtige Veranstaltungsort

Laden Sie auf keinen Fall zum Teambildungstag in die gewohnte Büroumgebung ein, sonst  fühlt sich die gut gemeinte Initiative schnell nach Überstunden an. Mit etwas Recherche findet sich ein Hotel oder Landgasthof als neutraler Ort ohne Ablenkungen.

3. Genug Raum für Freizeit und Kennenlernen

Ein Teambildungstag ist kein Fachkongress. Überladen Sie das Programm daher nicht mit Gastrednern und Seminaren, sondern lassen Sie Zeit für Spiel, Sport und Kennenlernen. Warten Sie mit dem Alkohol bis zum Abendessen.

4. Aufenthalt über Nacht

Wenn die Teilnehmer nicht am gleichen Tag abreisen müssen, entspannt sich der Zeitplan. Es bleibt mehr Gelegenheit zum Kennenlernen. Beim gemeinsamen Abendessen können auch mal harte Brocken durchgekaut werden.

5. Bestandsaufnahme vor der Abreise

Halten Sie unbedingt die Ergebnisse so fest, dass sie danach im Büro als klare Aufgabenbeschreibung und To-Do-Liste eingesetzt werden können. So heben Sie die  Lernerfahrungen des gemeinsamen Ausflugs in den Büroalltag.

6. Ein Blick von außen

Gastredner bringen neue Perspektiven in die Diskussionsrunde und sehen Probleme mit anderen Augen. Wenn die Diskussion stockt, sorgen Motivationstrainer für frischen Wind. Und wer Kunden einlädt, zeigt seinen Mitarbeitern die Customer Experience aus erster Hand.