Berliner Volksbank | UnternehmerAkzente
Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Arbeiten

Office goes digital: Zwei von drei Unternehmen sind up-to-date

FOTONACHWEIS
© ghazii - fotolia.com

Zwei von drei Unternehmen sind in Sachen Digital Office up-to-date. Jedes dritte Unternehmen hat allerdings noch Nachholbedarf.

Das zeigt der Digital Office Index (DOI) 2018, der die Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen, deren Fortschritt und Effekte aufzeigt. Für den DOI befragte der Digitalverband Bitkom mehr als 1.100 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern.

Auf einer Skala von 0 („überhaupt nicht digitalisiert“) bis 100 („vollständig digitalisiert“) erreicht der Digital Office Index demnach deutschlandweit einen Wert von 54 Punkten, nach einem Wert von 50 im Jahr 2016.

Unterschiedliche Entwicklung bei kleinen und großen Unternehmen

Dabei hat sich die Schere zwischen großen und kleinen Unternehmen weiter geöffnet: Große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern erzielen demnach einen Indexwert von 63 Punkten (2016: 58).

Bei den Mittelständlern mit 100 bis 499 Mitarbeitern liegt der Indexwert bei 58 (2016: 53), bei kleineren Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern sind es sogar nur 53 Punkte (2016: 49).

Digitalstrategie ist notwendig

Laut Bitkom verfolgen insgesamt mehr Unternehmen als 2016 eine Strategie mit Blick auf die Digitalisierung ihrer Büro- und Verwaltungsprozesse.

Bei großen Unternehmen wollen 73 Prozent ihre Geschäftsprozesse strategisch digitalisieren. 2016 waren es 70 Prozent.

Bei den Mittelständlern haben 62 Prozent eine Digitalstrategie (2016: 52 Prozent), bei kleineren Unternehmen sind es dagegen erst 45 Prozent (2016: 36 Prozent).

Über die erforderlichen Mitarbeiter, um die Digitalisierung voranzutreiben, verfügen nach eigenen Angaben 63 Prozent der Unternehmen (2016: 58 Prozent).

Digitalisierung in unterschiedlichen Geschäftsbereichen

In den einzelnen Geschäftsbereichen ist die Digitalisierung unterschiedlich stark ausgeprägt. Spitzenreiter ist der Bereich Produktion und Projektabwicklung.

Hier erfolgen bereits 70 Prozent der Aktivitäten – über die Büro- und Verwaltungsverfahren hinaus – zu mindestens 50 Prozent digital. Gleich dahinter folgen Marketing und Vertrieb (68 Prozent).

Die Abteilungen Personal und Buchhaltung/Finanzen/Controlling sind jeweils in 67 Prozent der Unternehmen stark digitalisiert. Dahinter folgen die Geschäftsbereiche Einkauf (66 Prozent) und Logistik (64 Prozent).

Digitale Prozesse im Überblick

Diese Vorgänge laufen in den Unternehmen bereits digital:

  1. Digitalisierung von Dokumenten (57 Prozent)
  2. Vorgangssteuerung und Prozessmanagement (48 Prozent)
  3. Archivierung und Dokumentenmanagement (41 Prozent)
  4. Business Collaboration, zum Beispiel virtuelle Teamräume, Foren und Portale (38 Prozent)
  5. bereichsübergreifende Recherche von Unternehmensinformationen (34 Prozent).

Cloud-Lösungen und elektronische Rechnungen schon etabliert

Außerdem verwendet bereits fast die Hälfte aller Unternehmen (48 Prozent) Cloud-Lösungen für Büroprozesse. Ein weiteres Viertel (25 Prozent) hat dies in Planung, 15 Prozent diskutieren den Einsatz.

Die elektronische Rechnung gibt es mittlerweile in 53 Prozent aller Unternehmen – teils existiert die Papierform aber weiterhin nebenher (40 Prozent).