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Studie: Vier von zehn Berufstätigen fühlen sich unterbezahlt

FOTONACHWEIS
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42 Prozent der Arbeitnehmer finden, dass sie keinen angemessenen Lohn für ihre Arbeit erhalten. Aber nur die Hälfte der Berufstätigen hat den Arbeitgeber schon einmal direkt nach mehr Gehalt gefragt.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage unter mehr als 1.000 Berufstätigen im Auftrag des Online-Netzwerks XING in der Deutschschweiz.

Demnach empfinden rund 45 Prozent der befragten Arbeitnehmer ihr Gehalt als angemessen. Nur rund 14 Prozent denken, dass ihr Lohn zu hoch ist.

Zu wenig anerkannt: Erfahrung und Verantwortung

Die Befragten, die mit ihrem Lohn unzufrieden sind, fühlen sich laut Studie vor allem gemessen an ihrer Erfahrung unterbezahlt. Auch das Übernehmen von Verantwortung und das Leisten eines Beitrags zum Unternehmenserfolg wird aus ihrer Sicht häufig zu wenig kompensiert.

Die Konsequenzen lassen oftmals nicht lange auf sich warten: Die Aussicht auf mehr Lohn war für 35 Prozent der Befragten bereits einmal mit ein Grund für einen Jobwechsel.

Fragen nach mehr Gehalt lohnt sich

Grund für die Zurückhaltung bei den Lohngesprächen gibt es laut Studie kaum: In fast der Hälfte der Fälle führte das Nachfragen tatsächlich schon zu einem höheren Gehalt, bei weiteren 13 Prozent gab es am Ende zwar nicht mehr Geld, dafür anderweitige Vorteile.

Berufstätige würden mehr Gehalt vor allem für häufigere Ferien oder andere Reisedestinationen ausgeben. Auf dem zweiten Platz folgt das Sparen für die Frühpensionierung und auf Rang drei der Umzug in eine andere Wohnung oder ein anderes Haus.

Ein anderes Auto, andere Kleider, aber auch mehr Spenden für wohltätige Zwecke oder Geschenke liegen auf den hinteren Rängen.

Traumjob, dafür weniger verdienen?

Winkt der Traumjob, so wäre rund jeder Vierte bereit, auf zehn Prozent des Gehalts zu verzichten, jeder Zehnte sogar auf bis zu ein Viertel. Die Bereitschaft, für den Traumjob einen niedrigeren Lohn in Kauf zu nehmen, steigt mit der Höhe des Jahresgehalts.