Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Arbeiten

Auch mal loslassen: Wenn Chefs Urlaub machen

FOTONACHWEIS
© Brian Jackson - fotolia.com

Gerade wenn Sie glauben, dass Sie in Ihrer Firma völlig unabkömmlich sind, sollten Sie einmal innehalten. Nie krank werden? Nie Urlaub machen? In den Gründerjahren mag das machbar sein und ist vielleicht sogar notwendig. Langfristig sollten Sie Ihr Unternehmen aber so strukturieren, dass Sie durchaus einmal eine Verschnaufpause einlegen können. Am besten üben Sie jeden Tag, ein wenig Kontrolle abzugeben, zu delegieren und sich an der einen oder anderen Stelle des Unternehmens ein wenig verzichtbarer zu machen. Auch helfen Ihnen ein effizientes Zeitmanagement, Fokussierung und selbst gesetzte Deadlines dabei, nicht jeden Tag rund um die Uhr zu arbeiten. Wer Wichtiges von weniger Wichtigem möglichst scharf trennen kann, neigt nicht nur weniger dazu, sich zu verbrennen – er weiß auch, wann er einmal ein paar Tage verreisen kann.

Die richtige Zeit auswählen

Als Unternehmer sollten Sie Ihren Urlaub eher längerfristig planen. Nutzen Sie Ihre Erfahrungswerte:

  • Wann ist besonders wenig los?
  • Welche Monate haben mehrere Feiertage?
  • Wann sind meine Kunden und Partner ohnehin in den Sommer- oder Weihnachtsferien?
  • Wann können Ihre Mitarbeiter am ehesten auch ohne Sie auskommen?

Juristische Fristen betragen übrigens in der der Regel zwischen sieben und zehn Tagen – die Wochenende und Feiertage herausgerechnet. Auf jeden Fall sollten Sie eine Abwesenheitsnotiz verfassen. In dieser muss keinesfalls stehen, dass Sie Urlaub machen. Für den Menschen, der anfragt ist nur wichtig: Sie sind nicht da, aber ab XYZ wieder zu erreichen. Ob Sie die Anfrage weiterleiten lassen oder nicht, liegt in Ihrem Ermessen. Häufig reicht es aber, wenn sich der Interessent zwei Wochen später wieder an Sie wendet. Für den Fall, dass es Neuanfragen gibt, können Sie folgenden Passus in Ihrer Abwesenheitsnotiz ergänzen:

„Handelt es sich bei Ihrer Mail um eine Neuanfrage, melden Sie sich doch bitte nochmal ab XYZ. So sehe ich, dass Ihre Mailadresse noch aktuell ist.“

Auf diese Weise ersparen Sie sich die Bearbeitung von Anfragen, deren Absender längst ein anderes Unternehmen beauftragt hat.

Kurz oder lang?

Finden Sie raus, ob Sie besser in langen Urlauben von zwei Wochen oder mehr entspannen, oder ob Ihnen zum Abschalten eine Woche reicht. Kurze Ferien fallen natürlich innerhalb des Firmenalltags weniger ins Gewicht und erfordern in der Regel einen geringeren Aufwand in der Vorbereitung, zum Beispiel wenn es um das Delegieren von Aufgaben oder einen Notfallplan für Ihre Mitarbeiter geht. Auch kann es sein, dass Sie nach 5 oder 6 Tagen erholt sind und sich in Ihre Firma zurücksehnen. Ein längerer Urlaub wäre dann nicht unbedingt erholsamer.

Weitere Informationen

6 Tipps, damit der Chef entspannt Urlaub machen kann

Darum sollten erfolgreiche Unternehmer Urlaub machen