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Urban Gardening: Tolle Gemeinschaftsgärten in Berlin

FOTONACHWEIS
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Das ist zum Beispiel das Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld. Gut 600 HobbygärtnerInnen engagieren sich hier seit 2010 unter dem Damoklesschwert des nahenden Endes für eine Anlauf- und Vernetzungsstelle zu den Themen „Gemeinshaftsgärten“ und „urbane Landwirtschaft“. Hier kann man Lernen, Wissen austauschen, Pläne schmieden und natürlich – gärtnern.

Auf einer ehemals verwilderten Brache in Hellersdorf gedeiht seit 2012 die Helle Oase. In den Permakultur-Gemeinschaftsgärten kann man donnerstags ab 15 Gärtnern, hin und wieder an Workshops teilnehmen oder einfach nur gediegen in der Hängematte schaukeln. Auch eine Boulebahnen und eine Streetsoccer-Anlage locken ab April die Menschen in die Helle Oase.

Besonderer Bekanntheit erfreuen sich die Prinzessinnengärten am Moritzplatz in Kreuzberg. Hunderte von Menschen haben daran mitgewirkt aus einer Brache ein Gartenparadies von 6000 Quadratmetern zu schaffen, das allen offensteht. Alle Beete werden gemeinschaftlich bestellt. Dabei werden bis zu 500 Gemüse und Kräuter angebaut.

Mindestens noch bis Oktober 2018 können Interessierte auf dem Weddinger „Himmelbeet“ gärtnern. Dann muss das interkulturelle Gartenprojekt womöglich einem Fußballplatz weichen. Angebaut werden hier vorwiegend sogenannte alte Sorten, die heute selten geworden sind. Wer will, kann für einen Saison ein Pachtbeet übernehmen. Auch Workshops, Vorträge und Kultur-Events finden im Himmelbeet statt.

Neukölln wiederum wartet mit der „Prachttomate“ auf, einem urbanen Gemeinschaftsgarten, der unter anderem mit aromatischen Nachtschattengewächsen punktet. Immer dienstags und freitags ab etwa 16 Uhr kann man hier mit anderen die Beete der 2011 urbar gemachten Brachfläche bestellen. Vor Ort gibt es Sandkästen, eine Tischtennisplatte und einen Pizzabackofen. Da bieten sich Feste mit Livemusik und kultureller Austausch an.

Eine weitere Alternative für Menschen ohne Garten, Balkon oder Lust, sich an einen Schrebergarten zu binden, sind die Bauerngärten im Norden, Westen und Süden von Berlin. Wer will, kann online eine Bauerngartenparzelle online für ein Gartenjahr buchen und am ersten Maiwochenende komplett bestellt übernehmen. In den Mietbeeten gedeihen Salate, Kohlsorten, Radieschen, Kürbis, Mais oder auch Mangold und Pakchoi.

Weitere Orte zum Gemeinschaftsgärtnern finden sich bei stadtacker.net und bei der Stiftung Interkultur.

(Quelle: www.qiez.de)