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Ohne Pressemitteilung: So kommt Ihre Firma in die Medien

FOTONACHWEIS
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Sehen Sie es einmal aus Sicht eines Journalisten. Fast täglich erhält er Mails oder Twitterbotschaften, in denen jemand tolle Themen vorschlägt. Der eine hat eine neue Wurst im Sortiment, der andere spricht vom „Super-Hingucker“, den seine neue Laden-Markise in der Straße XYZ-darstellt. Was soll eine Redaktion damit anfangen? Oft sind die Texte nicht nur inhaltlich langweilig, sondern bereits (schlecht) vorformuliert und sollten auf Wunsch des Einsenders einfach nur noch abgedruckt werden. Die meisten Print- und Onlinemedien verstehen sich aber nicht als Werbeblättchen für den lokalen Einzelhandel.

Was interessiert den Leser?

Journalisten interessiert, was die Leser ihres Medium interessieren könnte. In der Regel sind das informative, überraschende, unterhaltsame Geschichten. Denken Sie also nicht vom Produkt sondern von der Geschichte hinter dem Produkt aus, wenn Sie an die Presse herantreten. Reden Sie über sich, über besondere Erlebnisse und Eingebungen oder über Probleme, die sich Ihnen in den Weg gestellt und die sie gemeistert haben. Beachten Sie: Besonders interessant für die Mehrheit sind Krisen, Kämpfe, Konflikte – nicht blutleere Jubelarien! Versetzen Sie sich in Menschen, die nichts mit Ihrer Firma zu tun haben. Was würde die interessieren? Was hat Ihre Story mit der Gegend und Fragen von allgemeinen Interesse zu tun? Und in welches Medium passt sie am besten?

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Bedenken Sie auch, wann Ihre Story zeitlich besonders gut passt. Zu Neujahr sind Texte über gute Vorsätze gefragt, zur Weihnachtszeit werden Themen rund um Familie und Geschenke gerne genommen. Storys von der großen Liebe platzieren Sie besonders gut am Valentinstag, und Geschichten, in denen es um Erfrischung oder Outdoor-Aktivitäten geht, haben eher im Sommer Konjunktur. Achten Sie auch auf besondere Termine in Ihrer Stadt: Gibt es z. B. ein größeres Fest oder ein Jubiläum, zu dem Sie mit Ihrem Unternehmen eine besondere Perspektive beisteuern können? Journalisten schreiben anlassbezogen – tun Sie das auch.

Suchen Sie nicht nur das passende Medium für Ihre Story, sondern auch den passenden Kontakt. Recherchieren Sie, wer für welche Themen zuständig ist und bespielen Sie gezielt. Dabei sind schnörkellose Mails, die eine spannende Story anreißen, für Redaktionen viel interessanter, als wortreiches Selbstlob, Witzigkeit oder Worthülsen, die über Inhaltsleere hinwegtäuschen sollen.

Weitere Einblicke finden Sie unter www.wasjournalistenwollen.de

(Quelle: www.impulse.de)