Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Strategie

Changemanagement: Wenn sich Mitarbeiter mit dem Wachstum Ihrer Firma schwertun

FOTONACHWEIS
© udra11 - Fotolia.com

Firmenwachstum geht mit Veränderungen einher. Häufig fällt phasenweise mehr Arbeit an, die Mitarbeiter müssen sich auf neue Kunden, neue Prozesse und eben auch neue Mitarbeiter einstellen. Als besonders einschneidend werden von vielen Veränderungen in der Hierarchie erlebt. Kam die kleine Firma noch mit einer flachen Hierarchie aus, benötigt das wachsende Unternehmen plötzlich eine etwas komplexere Struktur. Für Sie als Chef bedeutet das: Loslassen, Verantwortung abgeben und die neuen Führungskräfte unterstützen. Konkret sieht das so aus: Ein Mitarbeiter wendet sich mit einer Frage an Sie, Sie verweisen aber freundlich auf die jetzt dafür zuständige Person und stärken dieser den Rücken. Sie müssen damit rechnen, dass neue Vorgesetze und Ansprechpartner nicht reibungslos akzeptiert werden. Auch Sie als Unternehmer müssen Ihre Rolle neu überdenken: Vom Ersten unter Gleichen in einer kleinen „Betriebsfamilie“, werden Sie zu jemand, der nun weitere Führungskräfte führt. Sie müssen nun lernen, sich nicht mehr für jede kleine Baustelle verantwortlich zu fühlen.

Die vier Phasen des Trauerns

Hilfreich für das Change-Management ist es, sowohl Veränderung als normal zu betrachten, als auch den Widerstand dagegen. Dieser Widerstand verläuft idealtypisch in vier Phasen:

  1. Nicht wahrhaben wollen
  2. Widerstand
  3. Akzeptanz
  4. Aufbruch zu neuen Ufern

Wundern Sie sich also nicht, wenn Mitarbeiter zunächst so tun, als sei noch alles beim Alten. Und wundern Sie sich auch nicht, wenn plötzlich ein aus Ihrer Sicht schwer nachvollziehbarer Widerstand gegen neue Prozesse, Kollegen oder Technologien geleistet wird. Holen Sie alle ins Boot. Räumen Sie Zeit für Veränderungen ein. Auch sollten Sie wissen, dass Phase 3, also „Akzeptanz“, auch die Phase der Trauerarbeit ist. Erst jetzt sehen die Mitarbeiter, dass sie die Veränderungen weder ignorieren noch bekämpfen können. Damit findet ein Prozess der Lösung vom Vergangenen statt, der durchaus auch mit Verlustgefühlen und Trauer einher gehen kann. Erst dann beginnt der Aufbruch zu neuen Ufern.

(Quelle: www.impulse.de)