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Studie: Vier von zehn Unternehmen erlauben Arbeit im Homeoffice

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Homeoffice wird in immer mehr Unternehmen zum Alltag: 39 Prozent der Arbeitgeber lassen ihre Mitarbeiter ganz oder teilweise von zu Hause aus arbeiten. Innerhalb eines Jahres stieg dieser Anteil um neun Prozentpunkte.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.500 Unternehmen.

Demnach wird sich dieser Trend fortsetzen: Jedes zweite Unternehmen erwartet, dass der Anteil der Homeoffice-Mitarbeiter in den kommenden fünf bis zehn Jahren weiter steigen wird. 46 Prozent gehen von einer konstanten Entwicklung aus.

Homeoffice wird Standard

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder: „Digitale Technologien erlauben es, zu jeder Zeit und von jedem Ort aus zu arbeiten. Homeoffice wird in den Unternehmen zum Standard, und dafür braucht es klare Regeln.“

Von den Unternehmen sei Vertrauen gefordert, von den Mitarbeitern Selbstorganisation und Selbstdisziplin.

Homeoffice erfordert klare Regeln

Der Bitkom rät Unternehmen, klare Regeln für die Heimarbeit zu formulieren und über Rechtslage und Gesundheitsschutz aufzuklären.

Produktivität im Homeoffice setze voraus, dass Arbeitnehmer zu Hause eine gute Arbeitsumgebung schaffen, Prioritäten setzen können und ein hohes Maß an Eigenverantwortung aufbringen. Bei der Entwicklung solcher Fähigkeiten sollte der Arbeitgeber in der Anfangsphase unterstützen.

Homeoffice oft nicht möglich

Jedoch entscheiden sich auch viele Unternehmen gegen die Möglichkeit des Homeoffice – aus verschiedenen Gründen:

  1. Eventuelle Ungleichbehandlung der Mitarbeiter durch Homeoffice: 67 Prozent
  2. Sinkende Produktivität durch fehlenden Austausch mit Kollegen: 56 Prozent
  3. Homeoffice generell nicht vorgesehen: 52 Prozent
  4. Arbeitsschutzbedingungen: 35 Prozent
  5. Unkontrollierbare Arbeitszeit: 32 Prozent
  6. Zu hohe Kosten für technische Ausstattung: 18 Prozent
  7. Fehlende Datensicherheit: 18 Prozent
  8. Geringere Identifikation mit dem Unternehmen: 15 Prozent