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Schwächen am Arbeitsplatz: So sollten Sie damit umgehen

FOTONACHWEIS
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Es ist menschlich, dass man die Seiten, die man an sich selbst weniger schätzt, vor anderen verbergen will. Gerade als Führungskraft wollen Sie sich oft als menschgewordene Schokoladenseite präsentieren, um Ihren Mitarbeitern als Vorbild zu dienen und Ihre Führungsrolle zu legitimieren. Das Aufrechterhalten eines Superhelden-Image kostet jedoch viel Energie, die andernorts vermutlich besser eingesetzt werden könnte. Wichtiger noch: Laut der Selbstcoaching-Expertin Stefanie Demann sind es jedoch gar nicht so sehr unsere Schwächen, die uns schwächen, sondern unser abwertender Umgang mit ihnen.

Menschen sind vielschichtig und je nach Kontext näher an ihrem Idealbild oder weiter davon entfernt. Je einseitiger ein solches Idealbild gezeichnet wird und je mehr sie sich dafür verachten, wenn Sie ihm nicht entsprechen, desto mehr Probleme machen sie für andere und vor allem für sich selbst. Laut Demann sollten sie vielmehr anerkennen, dass auch ihre vermeintlichen Schwächen ein berechtigtes Anliegen haben und eigentlich nur das Beste wollen – wenn auch manchmal auf eine etwas vertrackte oder wenig hilfreiche Weise. Cholerische Anwandlungen werden oft von großem, aber womöglich fehlgeleitetem Gerechtigkeitssinn motiviert, Zögerlichkeit entspringt dem Wunsch nach Genauigkeit sowie Perfektion und, wer gerne Hektik verbreitet, möchte einfach nur mehr erreichen.

Lernen Sie Ihre Schwächen anzunehmen

Ein oft zitierter Satz, der bei manchen sofort Widerwillen auslöst. Wir wollen uns nicht mit unseren Schwächen abgeben, und sie erst recht nicht annehmen. Schließlich wollen wir sie ja loswerden! Der Witz an der Sache: Der Kampf gegen schlechte Seiten raubt Energie und nutzt oft nicht nur wenig, sondern scheint die Schwächen sogar zu stärken. Sehen Sie hingegen das Gute in Ihren vermeintlich wenig rosigen Eigenschaften, dann können sich diese verändern. Versuchen Sie, herauszufinden, was Sie mit den wenig gewünschten Verhaltensweisen und Angewohnheiten bezwecken und versuchen Sie, die gute Absicht dahinter offen zu legen. Es ist ein bisschen wie in der Kindererziehung: Legen Sie den Fokus auf die Ressourcen, nicht auf den Mangel. Erkennen Sie den guten Willen oder zumindest das nachvollziehbare Anliegen hinter dem problematischen Verhalten. Und modifizieren Sie dann unter Beibehaltung der ursprünglichen Motivation das Verhalten. Können Sie etwas nicht ändern: Schließen Sie Ihren Frieden damit. Sie haben noch viele andere Seiten und Eigenschaften.

(Quelle https://spielraum.xing.com)