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Regionalranking 2018: Rund um Berlin erstarkt die Wirtschaft

FOTONACHWEIS
© PeterDargatz - Pixabay.com

An München führt kein Weg vorbei: Keine andere Region ist wirtschaftlich so stark wie die bayerische Hauptstadt. Im Osten verbessert sich die Situation insgesamt, wenn auch nur langsam. Vor allem rund um Berlin erstarkt die Wirtschaft.

Das sind Ergebnisse des aktuellen Regionalrankings von IW Köln, für das IW Consult die sozio-ökonomische Lage in allen 401 Städten und Kreisen Deutschlands untersucht hat.

Ruhrgebiet verliert weiter an Boden

Demnach ist Frankfurt mit seinem Umland hinter München die Nummer zwei im Ranking. Beide Metropolen punkten durch hohe Steuereinnahmen, niedrige Gewerbesteuern und innovative Unternehmen.

Abgeschlagen sind weiterhin die Regionen im Westen der Republik: Von den zehn schwächsten Städten liegen gleich sechs im Ruhrgebiet.

Ländliche Regionen verlieren den Anschluss

In ganz Deutschland zeigt sich: Der ländliche Raum verliert zunehmend den Anschluss. Insbesondere Regionen und Landkreise in Südthüringen und Sachsen-Anhalt müssen dringend aufholen.

Hanno Kempermann von der IW Consult: „Die wirtschaftliche Stärke konzentriert sich immer mehr auf die großen Städte und ihr unmittelbares Umland. Ländliche Regionen haben es dagegen schwer.“

Breitbandanschlüsse wichtig für ländliche Räume

IW Köln zufolge könnte die Digitalisierung ihnen helfen, unabhängig von den Ballungszentren zu wachsen. Doch noch immer sei die Zahl der Breitbandanschlüsse auf dem Land unterdurchschnittlich.

Je besser die digitale Infrastruktur in einer Region, desto höher die digitale Affinität der Unternehmen vor Ort und desto dynamischer die wirtschaftliche Entwicklung.

Nur mit einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur kann der ländliche Raum laut IW Köln auch in Zukunft für innovative Unternehmen attraktiv bleiben und Fachkräfte anlocken. Ansonsten drohe eine weitere Verödung und eine noch stärkere Konzentration auf die Städte.