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Kosten für grenzüberschreitende Euro-Zahlungen sollen EU-weit sinken

FOTONACHWEIS
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Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, die Kosten grenzüberschreitender Zahlungen in Euro in der gesamten EU zu senken – also auch in Ländern, die nicht dem Euro-Währungsgebiet angehören. Das berichtet die EU-Kommission.

Hintergrund: Seit 2001 gelten für die Verbraucher und Unternehmen im Euroraum niedrige Entgelte für grenzüberschreitende Zahlungen – egal ob bei Zahlungen im eigenen Land oder mit einem anderen Mitgliedsstaat im Euroraum.

Mit dem Vorschlag werde dieser Vorteil auf Menschen und Unternehmen in Ländern außerhalb des Euroraums ausgedehnt, wenn diese im Ausland unterwegs sind oder Zahlungen tätigen: Es bedeute das Ende der hohen Kosten für EU-interne Transaktionen in Euro.

Entgelte ebenso hoch wie bei Landeswährung

Konkret sieht der Vorschlag vor, dass für grenzüberschreitende Zahlungen Entgelte in gleicher Höhe berechnet werden wie für inländische Zahlungen in Landeswährung. Dadurch würden die Entgelte auf wenige Euro oder gar Cent gesenkt.

So werde beispielsweise für eine grenzüberschreitende Überweisung in Euro aus Bulgarien derselbe Betrag erhoben wir für eine Überweisung in der Landeswährung Lew (BGN) innerhalb Bulgariens.

Dies ist eine erhebliche Neuerung, da die Entgelte für eine einfache Überweisung in einigen Mitgliedstaaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets astronomische Höhen erreichen können (bis zu 24 Euro für einen Transfer von zehn Euro).

Mehr Transparenz bei Kosten

Darüber hinaus sorgt der Vorschlag für Transparenz bei Zahlungen, an denen verschiedene EU-Währungen beteiligt sind: Derzeit wissen die Verbraucher in der Regel nicht, wie viel eine Transaktion kostet, die mit einer Währungsumrechnung verbunden ist.

Der Vorschlag sieht vor, dass die Verbraucher über die Kosten einer Währungsumrechnung informiert werden, bevor sie eine Zahlung tätigen (z. B. mit ihrer Bankkarte im Ausland).

Der Vorschlag wird an das Europäische Parlament und den Rat zur Annahme weitergeleitet.