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Die wichtigsten Diesel-Alternativen für Ihren Fuhrpark

FOTONACHWEIS
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Es ist Zeit, an Alternativen zu denken. Dabei spielen – abgesehen vom Umweltaspekt – etliche Faktoren eine Rolle, vom Anschaffungspreis über Kosten für Verbrauch und Wartung bis hin zur Reichweite. Wir haben für Sie die wichtigsten Alternativen und ihre Vor- und Nachteile zusammengefasst.

Alternative 0: Der Diesel

Doch zuerst sollten wir noch einen Blick auf den Diesel werfen. Beginnen wir mit LKW und Bussen: Anders als PKW sind sie laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) nicht von der Dieselaffäre betroffen. Denn sie müssen bereits seit 31. Dezember 2012 (neue Fahrzeugtypen) bzw. 31. Dezember 2013 (alle neu zugelassenen Fahrzeugtypen) die strenge Euro-VI-Norm erfüllen, die sich von der für PKW und leichte Nutzfahrzeuge unterscheidet. Die Grenzwerte gelten hier laut VDA nicht pro Kilometer wie bei PKW, sondern pro Kilowatt Motorleistung. Für PKW gibt der ADAC die Empfehlung: Wer weiterhin in städtische Umweltzonen fahren will, in denen neue Fahrverbote drohen, sollte einen Diesel-PKW mit dem neuen Abgasstandard Euro 6d TEMP bzw. Euro 6d wählen. Wenn jedoch das gewünschte Modell nicht in dieser Schadstoffnorm angeboten wird, dann sei eine Alternative unumgänglich.

Alternative 1: Benziner

Klingt vielleicht nicht alternativ, ist aber eine Alternative. Der Kraftstoffverbrauch ist zwar höher als beim Diesel, geht jedoch kontinuierlich zurück. Die Anschaffungskosten und die Kfz-Steuern sind geringer. Außerdem werden die Benziner immer sauberer. Und in Zukunft können synthetische Kraftstoffe, so genannte E-Fuels, klimaneutrales Benzin und Diesel ermöglichen, wie der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in Aussicht stellt. Effiziente Verbrennungsmotoren werden nach Angaben des VDA noch auf Jahrzehnte hin eine wichtige Rolle spielen. Demnach haben von ca. 80 Millionen Pkw-Neuzulassungen weltweit pro Jahr derzeit weniger als 1 Prozent einen Elektromotor.

Alternative 2: Elektroauto

Womit wir beim Elektroauto wären. Es gilt als umweltschonend (wobei laut Kritikern für die Herstellung der Batterien sehr viel CO2 ausgestoßen wird). Es benötigt wenig Wartung. Der Kauf wird mit einer Prämie von bis zu 4.000 Euro gefördert, und es winken Steuervorteile. Doch damit kann der höhere Anschaffungspreis zurzeit noch nicht kompensiert werden. Es sei denn, die von Tesla versprochene Preisoffensive wird Realität. Die größte Schwäche ist die geringe Reichweite. Lästig sind die zurzeit noch langen Ladezeiten. Daher wird das Elektroauto wohl bis auf weiteres eher für den Nahverkehr interessant sein.

Alternative 3: Brennstoffzelle

Die Brennstoffzelle braucht keine Ladestation. Sie erzeugt selbst Energie. Dafür braucht sie gasförmigen Wasserstoff, der im Gegensatz zu Öl nicht begrenzt ist. Weitere Pluspunkte: Keine Abgase, Auftanken in Minutenschnelle und eine größere Reichweite (ca. 500 km). Was will man als Unternehmer mehr? Dass es billiger wäre! Denn die Anschaffungskosten sind noch deutlich – und damit ist gemeint: deutlich – teurer als bei Elektroautos. Und Wasserstoff ist ähnlich teuer wie Diesel.

Alternative 4: Erdgas

Für Erdgas gibt es nur rund 1.000 Tankstellen bundesweit. Doch Vielfahrer, die in Nähe einer Zapfsäule bleiben, sind mit Erdgas gut bedient. Die Zukunft ERDGAS GmbH stellt einen Online-Rechner zur Verfügung, der ermittelt, ab welcher Kilometerleistung sich Erdgas rechnet. Demnach amortisieren sich die Zusatzkosten für das Erdgasfahrzeug nach etwa 6 Jahren. Die Zusatzkosten fallen bei der Anschaffung an, denn Erdgasautos sind weiterhin teurer als die herkömmlichen Modelle.

Alternative 5: Autogas

Autogas ist Flüssiggas, welches vielen Campern und Grill-Fans ein Begriff ist. Der Deutsche Verband Flüssiggas verweist stolz darauf, dass rund 421.000 Pkw mit Autogas auf Deutschlands Straßen unterwegs seien. Damit sei Autogas der am breitesten akzeptierte alternative Antrieb und Kraftstoff bei deutschen Verbrauchern. Nicht ohne Grund: 7.100 Tankstellen bundesweit, 30.000 europaweit, eine Reichweite von rund 400 km, deutlich niedrigere Treibhausgas- und Schadstoffwerte – und geringere Kraftstoffkosten. Daher kann sich nicht nur die Anschaffung eines Neuwagens lohnen, sondern – besonders für Vielfahrer – auch die Umrüstung eines Benzin-Fahrzeugs. Denn Fahrzeuge mit Ottomotoren können auf den Betrieb mit Autogas umgerüstet werden.

Alternative 6: Hybridfahrzeuge

Hybridfahrzeuge sind Zwitter, bieten also mehr als einen Antrieb an. Die am häufigsten vertretene Variante ist eine Kombination von Benzin- und Elektromotor. Laut Jahresbericht des Kraftfahrzeug-Bundesamtes fuhren im Jahr 2017 insgesamt 236.710 Hybridfahrzeuge auf Deutschland Straßen (+ 43,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Hybridautos sind nicht von Ladestationen abhängig, da sie die beim Bremsen freiwerdende Energie rückgewinnen. Allerdings gibt es auch Plug-in-Hybride, welche an der Steckdose aufgeladen werden können. In Deutschland waren das gemäß Kraftfahrzeug-Bundesamt 44.419 Autos (+ 111,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr). So oder so: Hybride sind nur im Nahverkehr aufgrund der vielen Bremsungen sparsamer.

Fazit: Der Mix macht’s

Das waren nur die wichtigsten Diesel-Alternativen. Die Welt der Mobilität verändert sich weiter drastisch. Nehmen wir nur den Trend „Nutzen statt besitzen“, in diesem Fall also das Carsharing. Dies wird zunehmend auch für Unternehmen interessant, dann „Corporate Carsharing“ genannt. Es kann nicht nur die Dienstwagenflotte ersetzen, sondern sogar den eigenen Firmen-Fuhrpark, wie der Bundesverband Carsharing mitteilt. Die eine Lösung gibt es nicht. Jeder Nutzer hat andere Bedürfnisse, und bei einem Fuhrpark kann es sich anbieten, mehrere Alternativen zu nutzen.

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