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Tipps für die Arztwahl: Gute Mediziner finden und erkennen

FOTONACHWEIS
© Myriams-Fotos - pixabay.com

Die Suche nach dem richtigen Arzt sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der eine Weg, die Spreu vom Weizen zu trennen, ist die persönliche Empfehlung. Wenn Ihnen Freunde oder Bekannte von einer Ärztin oder einem Arzt vorschwärmen, kann Ihnen das durchaus Orientierung bieten. Allerdings sollten Sie sich näher erkundigen: Mit welchem Beschwerden war Ihr Freund bei dem betreffenden Mediziner? Warum fand er ihn so gut? Wie lange kennt er den Arzt schon? Gibt es noch weitere Menschen im Umkreis, die gute Erfahrungen mit ihm gemacht haben?

Patienten teilen ihre Erfahrungen online

Auch bei der Online-Suche sollten Sie genau hinschauen. Die Nähe zu Ihrer Wohnung sollte dabei nur ein Kriterium sein. Datenbanken wie die der Bundesärztekammer erleichtern die Suche nach Fachleuten für Ihr jeweiliges Krankheitsbild. Haben Sie auf diese Weise die Anzahl an Ärzten für sich eingegrenzt, können Sie auf einem Portal wie Jameda oder Sanego die Bewertungen anderer Patienten einsehen und so Ihre Suche weiter eingrenzen. Schauen Sie aber auch hier lieber gründlich: Die Aussagen auf diesen Portalen sind nicht nachprüfbar und müssen nicht immer seriös sein.

Hinweise auf eine gute Arztpraxis

Sie merken es schon am Telefon: Haben Sie es mit freundlichem und hilfsbereitem Personal zu tun? Werden Sie ernst genommen? Können Sie die Arztpraxis gut erreichen und erhalten einen Termin in nicht allzu weiter Zukunft? Einen nächsten Eindruck vermittelt Ihnen die Praxis selbst: Sind die Räume zumindest solide eingerichtet und hygienisch unbedenklich? Fühlen Sie sich von den Sprechstundenhilfen höflich behandelt? Ist der Gesamteindruck professionell und positiv?

Das Erstgespräch

Besonders ausschlaggebend für Ihre Einschätzung sollte natürlich das Behandlungsgespräch sein. Gehen Sie möglichst gut vorbereitet hinein und fragen Sie solange nach, bis Sie alle wichtigen Ausführungen des Arztes oder der Ärztin verstehen. Achten Sie auch hier wieder darauf, ob Sie sich ernst genommen fühlen. Erkundigt sich der Mediziner nach Ihren Beschwerden und etwaigen bisherigen Diagnosen, bevor er selbst eine Diagnose stellt? Versucht der Arzt, Ihnen seine Diagnose nachvollziehbar zu erläutern? Fühlen Sie sich ermutigt, nachzufragen? Erhalten Sie Infomaterial oder Tipps? Stimmt der Arzt die Schritte der Behandlung mit Ihnen ab? Akzeptiert der Arzt, wenn Sie sich eine zweite Meinung einholen wollen?

Auch im weiteren Verlauf sollten Sie achtsam bleiben: Wenn Ihre Beschwerden trotz ärztlicher Behandlung andauern, achten Sie darauf, ob Sie weiterhin ernst genommen werden, alternative Vorschläge oder eher Schuldzuweisungen erhalten und ob Ihnen der Arzt beispielsweise jederzeit Zugang zu Ihren Patientenunterlagen gewährt. Vergessen Sie dabei nicht: Wenn Sie sich unwohl und nicht gut behandelt fühlen, können sich immer noch einen anderen Arzt aufsuchen.

(Quelle. www.ruv.de)