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Strategie

Psychische Belastungen: Mitarbeiter bei Verbesserungen aktiv einbeziehen

FOTONACHWEIS
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Unternehmen sind laut Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen zu erstellen. Aktuell wird diese jedoch nur von einem Fünftel der Arbeitgeber umgesetzt.

Darüber informiert TÜV Rheinland. Demnach geht es bei der Gefährdungsbeurteilung um die Bedingungen am Arbeitsplatz:

  • Wie groß ist der Zeitdruck, unter dem die Beschäftigten arbeiten?
  • Sind die Mitarbeiter auch nach Feierabend und im Urlaub erreichbar?
  • Wie viel Rückhalt geben Vorgesetzte?
  • Wie werden Mitarbeiter bei Neuerungen oder Umstrukturierungen eingebunden?
  • Wie sieht es mit der Wertschätzung der Mitarbeiter aus?

„Viele Unternehmen scheuen vor diesen sensiblen Fragen zurück“, berichtet Iris Dohmen, Betriebspsychologin bei TÜV Rheinland – und das, obwohl niemand bei der Überprüfung der Arbeitsbedingungen an den Pranger gestellt werde.

Führungsperson ist Vorbild

Laut TÜV Rheinland muss Vorgesetzten bewusst sein, dass sie eine hohe Vorbildfunktion haben. Setzen sie beispielsweise Leitlinien für die Trennung von Beruf und Privatleben um, so folgen auch die Mitarbeiter dem guten Beispiel.

„Wir bezeichnen das als gesundes Führen“, so Iris Dohmen. Unternehmensleitung, Personalverantwortliche und gegebenenfalls der Betriebsrat sollten sich auf ein Konzept verständigen.

Mitarbeiter sollten partizipieren

Dabei sollte auch den Mitarbeitern eine aktive Rolle zukommen. Sie hätten in der Regel gute Verbesserungsvorschläge – und das Einbeziehen von Mitarbeitern erhöhe die Bereitschaft der Beschäftigten, die am Ende beschlossenen Maßnahmen auch umzusetzen.

Gern könnten sich Unternehmen von den Experten von TÜV Rheinland zur Vorgehensweise und Methode der Gefährdungsbeurteilung beraten lassen.

Kontrolle durch Gewerbeaufsicht

Wichtig ist laut TÜV Rheinland die Ergebniskontrolle. Der Grund: Die zuständige Gewerbeaufsicht, Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse überprüft, ob die getroffenen Maßnahmen im Arbeitsalltag tatsächlich psychische Belastungen reduzieren können.

Die Ergebnisse und Ziele aus der Gefährdungsbeurteilung könnten als Startpunkt für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement genutzt werden. So erhalten Arbeitgeber langfristig die Gesundheit ihrer Beschäftigten.