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Job-Umfrage: Generation Y im Stress

FOTONACHWEIS
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Stress scheint für viele Arbeitnehmer in Deutschland allgegenwärtig. Die Generation Y fühlt sich im Vergleich zu anderen Altersgruppen in ihrem Job am wenigsten wohl und klagt häufiger über psychischen Stress.

Das zeigt die Orizon Arbeitsmarktstudie 2017, für die mehr als 2.000 Teilnehmer befragt wurden.

Demnach empfinden rund 47 Prozent aller deutschen Erwerbstätigen eine hohe oder sehr hohe körperliche Belastung am Arbeitsplatz. Hohem oder sehr hohem psychischen Stress sehen sich zwei Drittel im Job ausgesetzt.

Jüngere empfinden häufiger psychischen Stress

Die Belastung empfinden laut Orizon aber nicht alle Altersgruppen gleich: Während für die heute 50- bis 59-Jährigen die körperliche Belastung überdurchschnittlich hoch ausfällt, erscheint den 20- bis 39-Jährigen ihr Job stärker mit psychischem Stress verbunden.

Der größte Stressfaktor: „Zu viele Aufgaben, zu wenig Personal“. Berufseinsteiger (18 bis 19 Jahre) sowie die 30- bis 39-Jährigen schätzen zudem überdurchschnittlich häufig Ärger mit Kollegen als Stressfaktor ein.

Auch die geforderte Erreichbarkeit außerhalb der Kernarbeitszeiten sehen 38 Prozent (20- bis 29-Jährige) bzw. 36 Prozent (30- bis 39-Jährige) der Generation Y als Belastung für Arbeitnehmer.

Wohlfühlen trotz Stress

Acht von zehn Arbeitnehmern fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz zwar wohl, aber gibt es laut Studie erneut deutliche Differenzen bei den unterschiedlichen Generationen: Die aktuell 20- bis 39-Jährigen zeigen sich am wenigsten zufrieden, während die 60- bis 65-Jährigen die höchste Wohlfühl-Rate aufweisen.

Diese Gruppe der so genannten Baby-Boomer-Generation der Jahrgänge 1955 bis 1969 steht wenige Jahre vor dem Ruhestand und sitzt beruflich meist fest im Sattel. Zudem entfallen Stressfaktoren der jüngeren Generation wie zum Beispiel die Mehrfachbelastung von Familiengründung und Karriere.