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Gemeinschaftskonto von Ehepartnern: So vermeiden Sie Extra-Steuern

FOTONACHWEIS
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Das sogenannte „Oder-Konto“ bietet beiden Ehepartnern die Gelegenheit unabhängig vom anderen, auf ein Gemeinschaftskonto zuzugreifen. Eine bequeme Lösung, bei der zudem die etwaigen Gebühren für ein zweites Konto entfallen. Allerdings birgt ein solches Konto auch ein spezifisches Steuerrisiko: Größere Einzahlungen oder Gutschriften zugunsten des einen Partners können vom Finanzamt zur Hälfte als Schenkung an den anderen Partner interpretiert werden und das Zahlen von Schenkungssteuer erforderlich machen.

Achtung Schenkungssteuer!

Unternehmerische Beteiligungen, Erbschaften, ausgezahlte Lebensversicherungen, Bonuszahlungen, Abfindungen – wenn es sich nicht um ein reines Haushaltskonto handelt, dann gibt es eine Reihe von Fällen, in denen größere Geldbeiträge für den einen Ehepartner auf dem Gemeinschaftskonto landen können. In den Augen der Finanzämter handelt es sich dann bei der Hälfte des Betrages um eine Schenkung an den anderen Ehepartner – schließlich kann dieser frei über die Gelder auf dem Konto verfügen. Sobald innerhalb von zehn Jahren der Freibetrag von 500.000 Euro überschritten wird, erhebt der Fiskus Schenkungssteuer. Bei unverheirateten Paaren liegt der Freibetrag nur bei 20.000 Euro. Die Alternativen: Zwei Einzelkonten einrichten und dem Partner jeweils eine Vollmacht für den Zugriff einrichten. Oder: Sie setzen einen aus drei Punkten bestehenden Vertrag auf legen ihn zu Ihren Steuerunterlagen:

  1. Einzahlungen für jeden Ehegatten zählen jeweils allein zu seinem Vermögen.
  2. Beide dürfen aus dem Konto den Lebensunterhalt bezahlen.
  3. Wer mehr entnimmt, etwa zur Vermögensanlage, muss dem Partner das Geld erstatten.

(Quelle: www.impulse.de)