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Studie: Deutsche Unternehmen beim Einsatz neuer Technologien zurückhaltend

FOTONACHWEIS
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Grundsätzlich sehen die Unternehmensmanager die hiesige Wirtschaft bei der Digitalisierung auf gutem Weg. Aber nur eine Minderheit spricht den deutschen Unternehmen eine Führungs- oder Spitzenposition beim Technologieeinsatz zu.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 505 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Eine Spitzenposition der deutschen Wirtschaft sehen die Befragten demnach am ehesten bei Drohnen (26 Prozent), danach folgen Internet of Things (24 Prozent), Blockchain (18 Prozent), Robotik (16 Prozent), Big Data (15 Prozent), Virtual Reality (13 Prozent) und 3D-Druck (zwölf Prozent).

Schlusslicht bildet der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen (sechs Prozent).

Deutsche Unternehmen sind eher Nachzügler

Zwei von drei deutschen Unternehmensmanagern finden, dass die hiesige Wirtschaft bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz nur zu den Nachzüglern gehört oder sogar weltweit abgeschlagen ist.

Dies trifft laut Studie auf 3D-Druck (48 Prozent), Blockchain (47 Prozent) und Robotik (45 Prozent) zu. Etwas weniger sind es laut Bitkom bei den Themen Internet of Things (42 Prozent) und Virtual Reality (41 Prozent) sowie Big Data (37 Prozent) und Drohnen (31 Prozent).

Bitkom-Präsident Achim Berg: „In vielen der neuen Technologien ist Deutschland stark in Forschung und Entwicklung, etwa bei Künstlicher Intelligenz oder Blockchain. Was uns noch zu selten gelingt, ist, diese Technologien in den Unternehmen zum Praxiseinsatz zu bringen.“

Datenschutz und technische Sicherheit hemmen Entwicklung

Größte Hürden beim Einsatz von neuen Technologien im eigenen Unternehmen sind nach Ansicht der Unternehmen Anforderungen an den Datenschutz, die rund jeder zweite Befragte (45 Prozent) nennt.

Dahinter folgen Anforderungen an die technische Sicherheit (39 Prozent) und der Mangel an Fachkräften (33 Prozent).

Gut jedes vierte Unternehmen beklagt die langwierigen Entscheidungsprozesse (27 Prozent), rund jedes fünfte (18 Prozent) fehlende Zeit im Alltagsgeschäft für diese Fragen.

14 Prozent geben an, ihnen fehlen finanzielle Mittel für den Einsatz, sieben Prozent nennen die Unsicherheit über den wirtschaftlichen Nutzen als Hürde.

Ein solcher Denkansatz sei nicht klug, so Berg: „Niemand, der auch morgen noch Geschäft machen will, kann es sich heute leisten, auf Zukunftstechnologien zu verzichten.“