Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Strategie

Maverick Buying: Wenn nicht der Einkauf einkauft

FOTONACHWEIS
© DOC RABE Media - fotolia.com

Maverick ist eine englische Bezeichnung für „Einzelgänger“. Unter „Maverick Buying“ versteht man folglich Einkäufe, die im Alleingang von Personen oder Abteilungen ohne Einbeziehung des eigentlich dafür verantwortlichen Einkaufs durchgeführt werden. Firmen, in denen der Einkauf bei der Beschaffung übergangen wird, sind nicht nur ein Ärgernis für die Mitarbeiter des Einkaufs – sie schaden auch ihrer gesamten Unternehmensbilanz. Nur selten wissen andere Abteilungen so gut wie der Einkauf, welche Produkte, Komponenten und Dienstleistungen zu welcher Qualität und zu welchem Preis zu haben sind. Oft verfügt der Einkauf über gewachsene Partnerschaften, in denen besondere Konditionen gelten. Höhere Preise, Qualitätsmängel und Lieferverzögerungen sind die typischen Ergebnisse eines unsachgemäßen Einkaufs.

Häufig ist eine falsche Einschätzung des Einkaufs die Ursache

Wenn Mitarbeiter aus Vertrieb oder Marketing auf eigene Faust Beschaffungen vornehmen, herrscht bei ihnen oft ein naives Bild vom Einkauf vor. Dieser wird nur als operativer Beschaffer gesehen, der mal eben eine Bestellung aufgibt. Die Vorarbeiten und lange aufgebauten Händlerbeziehungen werden ausgeblendet. Generell ist es besser für den Ablauf der Unternehmensprozesse, wenn jeder Bereich zumindest basale Kenntnisse von allen anderen am Unternehmenserfolg beteiligten Bereichen hat. Unter Umständen muss die Geschäftsleitung den Mitarbeitern anhand von Zahlen klar machen, welche Verluste das Übergehen eines kompetenten Einkaufs mit sich bringt. Entsprechend ist es für jeden Mittelständler sinnvoll, die Einkaufssituation im eigenen Unternehmen transparent nachvollziehen zu können.

(Quelle: www.marktundmittelstand.de)