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Studie: Blockchain könnte die deutsche Wirtschaft grundlegend verändern

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Fast jeder dritte Verantwortliche im deutschen Mittelstand glaubt, dass die Blockchain die deutsche Wirtschaft in den nächsten zehn Jahren grundlegend verändern wird.

Das ist das Ergebnis einer YouGov-Umfrage im Auftrag des eco – Verbands der Internetwirtschaft unter 266 Entscheidern aus mittelständischen Unternehmen ab 50 Mitarbeitern.

Blockchain ist ein dezentrales Buchungssystem

Demnach ist der Begriff „Blockchain“ allerdings erst 34 Prozent der Mittelständler überhaupt ein Begriff. Johannes Kuhn gibt in der Süddeutschen Zeitung eine eingängige und kurze Definiton:

„Die Blockchain ist ein digitaler Kontoauszug für Transaktionen zwischen Computern, der jede Veränderung genau erfasst, sie dezentral und transparent auf viele Rechner verteilt speichert. Damit ist die Information nicht (oder nur mit ungeheurem Aufwand) manipulierbar und verifiziert.“

Fälschungssicherheit (30 Prozent) und eine dezentrale Speicherung der Daten (27 Prozent) sind dabei für die befragten Mitarbeiter aus dem mittleren und höheren Management die beiden bekanntesten Charakteristika einer Blockchain.

Wirtschaftliche Veränderungen erwartet

„Aber von allen Umfrage-Teilnehmern, die die Blockchain kennen und sich damit beschäftigt haben oder bereits nutzen, erwarten sogar 65 Prozent grundlegende wirtschaftliche Veränderungen“, sagt Stephan Zimprich, Leiter der Kompetenzgruppe (KG) Blockchain im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.

Noch fühlt sich der Mittelstand allerdings eher unzureichend hinsichtlich der Möglichkeiten der neuen Technologie informiert.

Informationen über Blockchain gewünscht

Fast jeder Zweite gibt an, keinen ausreichenden Zugang zu Informationsquellen zu haben, um sich über konkrete Einsatzmöglichkeiten einer Blockchain im eigenen Unternehmen zu informieren.

Diese Personen wünschen sich vor allem Informationen aus Fachpublikationen (32 Prozent), Informations- und Beratungsangebote von Bundesregierung, Ministerien und Behörden (26 Prozent) sowie durch externe Beratungen (23 Prozent).