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Pendler: Ab einer Stunde Arbeitsweg wird umgezogen

FOTONACHWEIS
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Arbeitswege gehören zum Alltag aller Berufstätigen, doch nach einer Stunde Fahrtzeit ist für die meisten das Maß voll: 56 Prozent der Deutschen finden eine Anfahrt von 60 Minuten und weniger zur Arbeitsstelle zumutbar – bei längeren Arbeitswegen würden sie lieber den Wohnort wechseln.

Das zeigt eine Studie des Immobilienportals immowelt.de, für die mehr als 1.000 Deutsche befragt wurden. Demnach ist für neun Prozent der Pendler die Schmerzgrenze sogar schon bei 20 Minuten Fahrdauer erreicht.

Viele Menschen nehmen der Studie zufolge aber auch längere Wege in Kauf: Jeder Fünfte würde bis zu zwei Stunden und mehr Fahrdauer zur Arbeit tolerieren.

Schöner Wohnort wichtiger als lange Fahrtzeit

Nach der Motivation befragt, nennen drei Viertel der Pendler ihre Zufriedenheit mit dem bestehenden Wohnort als wichtigsten Grund.

Für 13 Prozent ist es schlicht eine Frage des Geldes: Sie könnten sich in der Nähe ihres Arbeitsortes aufgrund höherer Wohnkosten keine gleichwertige Wohnung leisten.

Familien vermeiden lange Arbeitswege

Mit Nachwuchs im Haus sinkt laut Studie die Bereitschaft zu langen Pendelfahrten deutlich: 63 Prozent der Haushalte mit Kindern suchen sich ein neues Zuhause näher am Arbeitsort, wenn die Fahrtzeit eine Stunde übersteigt.

Alleinlebende nehmen mehr Strecke in Kauf: Nur 51 Prozent der Singles ziehen bereits ab einer Stunde Arbeitsweg um.