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Regeln für den Ernstfall: Was Sie nach einem Einbruch tun sollten

FOTONACHWEIS
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Bevor es möglicherweise zu einem Schadensfall kommt, sollten Sie Ihre Versicherung erst einmal prüfen. Die Größe der Wohnung bestimmt die Deckung der Hausratsversicherung. Sind Sie in eine größere Wohnung gezogen, haben aber Ihren Versicherungsschutz nicht angepasst? Besitzen Sie wertvolle Fahrräder, die nicht mitversichert sind? Wenn Sie vollen Schutz haben wollen, sollten Sie Ihren bestehenden Vertrag anpassen.

Sollte es tatsächlich zu einem Einbruch kommen, dann heißt es kühlen Kopf behalten. Als Versicherungsnehmer sind Sie nämlich zu einer Reihe von sogenannten Obliegenheiten verpflichtet. Wenn Sie diese Regeln verletzen oder ignorieren, kann das zu Kürzungen führen.

Ihre Pflichten als Versicherungsnehmer

Durch den Abschluss einer Hausratversicherung haben Sie sich verpflichtet,

  • den Schaden unverzüglich bei der Polizei zu melden.
  • den Schaden sofort beim Versicherer zu melden.
  • unverzüglich eine Liste über die gestohlenen und/oder beschädigten Gegenstände (die so genannte Stehlgutliste) für Polizei und Versicherer anzufertigen.
  • den Schaden so gering wie möglich zu halten (z. B. Scheck- und Kreditkarten sofort sperren zu lassen).
  • dem Versicherer alle erforderlichen Auskünfte zur Ermittlung und Bewertung des Schadens zu geben (Aufklärungspflicht).
  • an der Ermittlung des Schaden mitzuwirken (beispielsweise Polizei und/oder Regulierer Zutritt zum Schadensort zu gewähren).

Unmittelbar nach einem Einbruch sollten Sie bei allem emotionalen Aufruhr sofort Fotos machen, um den Zustand der Wohnung, alle Einbruchsspuren sowie die entstandenen Beschädigungen zu dokumentieren. Außerdem sollten Sie den Einbruch sofort der Polizei melden. Fragen Sie bei dem Anruf, ob Sie die Wohnung aufräumen dürfen bzw. wie lange Sie auf das Eintreffen von Polizisten warten müssen. Anschließend sollten Sie den Schaden der Versicherung melden und

  • fragen, ob Bilder zur Dokumentation ausreichen, damit Sie aufräumen können.
  • sich erkundigen, ob ein Regulierer zur Vor-Ort-Besichtigung kommt.
  • klären, was die Versicherung zur Regulierung benötigt (z. B. Belege und Auflistung der gestohlenen und beschädigten Sachen).
  • klären, wie nicht mehr funktionierende Wohnungssicherungen (z. B. Tür- oder Fensterverriegelungen) gesichert werden können.

Weiterhin sollten Sie beim Verlust von Sparbüchern und Wertpapieren Ihre Bank zur sofortigen Sperrung veranlassen. Beim Verlust von EC- oder Kreditkarten sowie Mobiltelefonen sollten Sie möglichst bald den Sperr-Notruf wählen.  Der Sperr-Notruf für Online Banking- und E-Mail-Accounts ist in Deutschland gebührenfrei rund um die Uhr und 116 116 erreichbar. Eine vorherige Anmeldung bzw. Registrierung ist für Privatpersonen nicht notwendig.

Helfen Sie Ihrer Versicherung, den Schaden schnell zu bearbeiten

Beim Erstellen einer Liste, die jeden gestohlenen bzw. beschädigten Gegenstand aufführt. orientieren Sie sich an folgenden vier Merkmalen: genaue Bezeichnung des Objekts, Alter, Anschaffungspreis, Anschaffungsort. Sofern es noch möglich ist, sollten Sie Ihrer Hausratversicherung Kopien der entsprechenden Anschaffungsbelege zukommen lassen.

(Quelle: www.ruv.de)