Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Arbeiten

Auf der Jagd nach dem Headhunter: So finden Sie die beste Personalberatung

FOTONACHWEIS
© Yvonne Weis - Fotolia.com

Das Arbeitsamt schickt Ihnen niemanden, den Sie gebrauchen können und auch auf Ihre Stellenanzeige bewerben sich leider nur Menschen, die für den Job in Ihrem Unternehmen nicht gut geeignet sind. Auch die Mund-zu-Mund-Nachfrage im Freundes- und Bekanntenkreis bleibt ohne Ergebnis. Wenn Sie auf diesen konventionellen Wegen wirklich schon alles versucht haben, sollten Sie die Dienste einer Personalberatung in Anspruch nehmen.

Allerdings müssen Sie mit hohen Kosten rechnen. Als Vermittlungsgebühr ist ein Drittel des Jahresgehalts des vermittelten Mitarbeiters keine Seltenheit. Für den Beruf des Personalberaters existieren in Deutschland keine Hürden. Wer will, kann sich „Headhunter“ nennen und seine Dienste anbieten. Umso wichtiger ist es, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Wenn Sie das Profil einer Beratung anspricht, sollten Sie deshalb zunächst einmal per Internetrecherche und eventuell Umfrage in einem Unternehmernetzwerk oder ähnlichen Austauschplattformen den Marktstatus des Anbieters checken. Wie lange existiert dieser Dienstleister bereits? Wie viele Stellen hat er in der Vergangenheit besetzt? Passt der Berater zu Ihrer Branche, zumal kein Dienstleister alle Branchen gleich gut einschätzen und beraten kann? Und schließlich: Versteht er wirklich etwas von der Position, die Sie in Ihrem Unternehmen besetzen wollen?

Qualität statt Quantität und eine gute Vertrauensbasis

Gute Personalberatungen suchen gezielt und mit konkretem Suchauftrag nach potentiellen Kandidaten und senden Ihnen nicht eine Masse ungefragt gesammelter Bewerberprofile. Gerade wenn Sie leitende Funktionen in Ihrem Unternehmen besetzen wollen, sollten Sie auf Klasse statt auf Masse setzen. Achten Sie auf Transparenz: Sucht der Personalberater konkret anhand Ihrer Anforderungen? Informiert er die Bewerber über das Weitergeben ihrer Profile?

Um Vertrauen zu einem Personalberater aufzubauen und ihm die Möglichkeit zu geben, Sie und Ihre Firma kennen zu lernen, sollten Sie auf jeden Fall ein persönliches Gespräch mit den Anbietern vereinbaren. Klären Sie alle wichtigen Fragen Auge in Auge, zum Beispiel die, ob die Personalberatung über ein eigenes erfahrenes Research-Team verfügt.  Haben Sie dabei kein gutes Gefühl, zum Beispiel weil ihre Gesprächspartner ausweichend antworten, dann sollten Sie sich nach einem anderen Headhunter umsehen.

Eine gute Vertrauensbasis ist unter anderem deshalb so wichtig, weil sich Headhunter strafbar machen können und damit auch den Auftraggeber mindestens eine Abmahnung treffen kann. Gemäß einem Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahr 2007 (I ZR 183/04) dürfen Headhunter die Mitarbeiter eines Unternehmens zwar per telefonischer Direktansprache kontaktieren, diese darf aber nicht über eine einmalige und kurze Kontaktaufnahme hinausgehen.