Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Arbeiten

EU-Kommission: Zahlungsdisziplin hat sich seit 2013 verbessert

FOTONACHWEIS
© K.C. - fotolia.com

Die durchschnittliche Zahlungsfrist bei Transaktionen mit Behörden und Unternehmen hat sich seit 2013 um zehn Tage verkürzt.

Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht über die Umsetzung der Zahlungsverzugsrichtlinie der EU-Kommission.

Weitere Fortschritte seien aber nötig, so die für den Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU zuständige  EU-Kommissarin Elżbieta Bieńkowska: „Wir müssen noch einiges tun, um dafür zu sorgen, dass schnelle Zahlungen die Regel werden. Wir möchten alle EU-Länder dazu aufrufen, noch stärker gegen Zahlungsverzug vorzugehen.“

Mit der Richtlinie gegen schlechte Zahlungsmoral

Täglich gehen laut EU-Kommission in ganz Europa Dutzende kleiner und mittlerer Unternehmen in Konkurs, weil ihre Rechnungen nicht beglichen werden.

Um der schlechten Zahlungsdisziplin ein Ende zu setzen, hat die Europäische Union die Richtlinie zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr angenommen.

Bis zum 16. März 2013 mussten die Mitgliedstaaten die überarbeitete Richtlinie zum Zahlungsverzug in innerstaatliches Recht umgesetzt haben.

Behörden müssen nach 30 Tagen zahlen

Danach müssen Behörden ihre Rechnungen für Waren und Dienstleistungen innerhalb von 30 Kalendertagen begleichen.

Nur in absoluten Ausnahmefällen kann diese Frist auf bis zu 60 Kalendertage verlängert werden.

Unternehmen sollten ihre Rechnungen innerhalb von 60 Kalendertagen bezahlen, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart, wobei Regelungen, die den Gläubiger grob benachteiligen, unwirksam sind.