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Bildungsurlaub: Angestellte haben Recht auf berufliche Weiterbildung

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Mitarbeiter haben in 14 von 16 Bundesländern einen Anspruch auf berufliche Weiterbildung bei fortlaufendem Gehalt. Die Ausnahmen: Sachsen und Bayern.

Darüber informiert TÜV Rheinland. Demnach sind die genauen Bedingungen dezentral in den Landesgesetzen der einzelnen Bundesländer geregelt.

Michael Schmidt, Leiter des TÜV Rheinland Hochschul-Campus: „Ausschlaggebend für den Anspruch auf Bildungsurlaub ist das Bundesland, in dem der Arbeitsplatz liegt, und nicht das, in dem sich der Wohnsitz befindet.“

Drei bis fünf Weiterbildungstage pro Jahr

Schmidt zufolge stehen jedem berechtigten Arbeitnehmer drei bis fünf Tage Bildungsurlaub pro Jahr zur Verfügung. Diese können oft auch gebündelt alle zwei Jahre genommen werden.

Der Arbeitnehmer muss laut TÜV Rheinland dafür in den meisten Bundesländern mindestens sechs, in Baden-Württemberg und im Saarland zwölf Monate im Unternehmen tätig sein.

Das Recht auf Bildungsurlaub besteht jedoch in den meisten Bundesländern nicht, wenn das Unternehmen weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigt.

Gehalt bzw. Lohn fließen während des Bildungsurlaubs weiter

Um als Bildungsurlaub anerkannt zu werden, muss die Weiterbildung bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Es muss eine politische oder berufliche Weiterbildung sein, die von einer anerkannten Einrichtung durchgeführt wird und für jeden zugänglich ist. In manchen Bundesländern ist auch eine Weiterbildung zum Ehrenamt zugelassen.

Die meisten Bundesländer führen eine Datenbank mit zugelassenen Kursen, wobei der Arbeitnehmer dabei selbst die Schwerpunkte der Fortbildung bestimmen kann.

Die Seminarkosten trägt der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber zahlt währenddessen das Gehalt oder den Lohn weiter.

Frühzeitig mit dem Arbeitgeber abstimmen

Michael Schmidt: „Arbeitnehmer sollten so früh wie möglich den gewünschten Bildungsurlaub mit dem Arbeitgeber absprechen und ihn mindestens acht Wochen vor Beginn einreichen.“

Der Antrag erfolgt schriftlich mit Namen, Inhalt und Dauer der Weiterbildung. Der Bildungsurlaub kann aus betrieblichen Gründen abgelehnt werden, muss dann aber zu einem anderen Zeitpunkt gewährt werden.