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Besser trainieren: Björn Schultheiss und Ingo Huppenbauer, Chefs der fitbox GmbH

FOTONACHWEIS
Foto 1: Björn Schultheiss © fitbox GmbH Foto 2: Ingo Huppenbauer © fibox GmbH Abbildung Logo: © fitbox GmbH

Viele Menschen erreichen trotz einer Mitgliedschaft im Fitness-Studio weder beim Kraft- und Ausdauertraining noch beim Gestalten ihrer Figur die angestrebten Ziele. Wie kann das sein? Diese Frage stand am Anfang der Gründung der fitbox GmbH. Björn Schultheiss und Ingo Huppenbauer arbeiteten jahrelang in einer strategischen Unternehmensberatung, bis sie nicht nur eine Antwort auf diese Frage, sondern auch eine Lösung für das Problem dahinter fanden.

Sie wagten den Sprung in die Selbständigkeit und gründeten 2011 die erste fitbox in München-Pasing. Heute betreibt die GmbH fünf Filialen als Eigenbetriebe in Berlin und München, weitere 14 Studios sind Franchisepartnerbetriebe in Deutschland, Österreich und Russland.

Keine Muskelmasse mit Training light

Doch zurück zur Ausgangsfrage: Warum erreichen viele Menschen trotz Fitness-Abo nicht ihr Wunschgewicht oder das anvisierte Muskelwachstum? Schultheiss und Huppenbauer führten etliche Gespräche und wälzten zahlreiche Studien. Die Antwort war verblüffend simpel: Weil die Menschen trotz Abo selten oder gar nicht ins Studio gehen – und wenn sie dort sind, trainieren sie falsch oder nicht hart genug. Ein neues Konzept musste her. Schultheiss fasst das Besondere von fitbox so zusammen: „Immer mit Termin. Immer mit Personaltrainer. Der Termin gewährleistet, dass unsere Mitglieder auch wirklich trainieren. Und der Trainer gewährleistet, dass intensiv und korrekt trainiert wird.“

Neben dem motivierenden Konzept setzen die Studios der fitbox GmbH auch auf eine besondere Technik: EMS, also Elektrische Muskelstimulation. Anders als in herkömmlichen Studios tragen die Trainierenden bei fitbox eine Funktionsweste, die mittels Elektroden bioelektrische Impulse in alle Muskelgruppen sendet. So werden die Übungen wesentlich intensiver. Der stärkere Reiz in den jeweiligen Muskeln begünstigt den Trainingserfolg.

„Wer will“, so Schultheiss, „kann da auch schon mal an seine bisher unbekannten Grenzen stoßen.“ Dabei ist das EMS-Prinzip keine abseitige Schinder-Technologie für durchgeknallte Kraftprotze, sondern wird schon seit Jahrzehnten in der Reha und von Sportmedizinern, Leistungssportlern und Physiotherapeuten eingesetzt.

Bodenständige Umsetzung von Visionen

Durch seine eigenverantwortliche Arbeit für die fitbox GmbH hat Schultheiss gelernt, dass es nicht unbedingt die einzigartige, noch nie dagewesene Geschäftsidee ist, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Mindestens genauso wichtig ist die exzellente Umsetzung, und das bedeutet für ihn: dranbleiben, durchhalten, ständig Ausschau halten nach Verbesserungsmöglichkeiten.

Deshalb sieht Schultheiss seine Hauptaufgabe in der täglichen Verbindung von visionärer Strategie und bodenständiger Umsetzung. Ohne große Ideen tritt man bald auf der Stelle, ohne Realitätsbezug verpuffen die schönsten Ideen in der Wirkungslosigkeit. Um immer wieder mit den wichtigen Fragen in Kontakt zu kommen, nehmen sich Schultheiss und sein Partner Huppenbauer viel Zeit, um in einem der fitbox-Studios vor Ort „auf der Fläche“ zu sein.

Das strategische Denken kennen er und sein Mitgründer Huppenbauer aus der Arbeit in einer strategisch ausgerichteten Unternehmensberatung. Neu ist das Gefühl, sein eigener Chef zu sein, Ideen komplett eigenständig umsetzen zu können, für Misserfolge selbst verantwortlich zu sein und Erfolge umso mehr genießen zu können.

Stolz auf die Energie der Mitarbeiter

Trotz einiger Erfolge sieht sich Schultheiss mit der fitbox GmbH noch ganz am Anfang. Er ist stolz auf sein motiviertes Team, die Energie, die die Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten einbringen. Aber er weiß auch, dass der Markt rasant wächst. „Wenn wir nicht wachsen, wird es ein anderer tun“, sagt Schultheiss. „Unser Ziel ist es, eine kritische Größe zu erreichen, bevor das Markwachstum sich verlangsamt und im sogenannten „Verdrängungswettbewerb“ nur noch umverteilt wird.“

Da aber für Schultheiss nur konkret formulierte Ziele motivieren und überprüfbar bleiben, formuliert er mit seinem Team den Plan für die Zukunft so: „Wir sind 2020 die attraktivste und nachhaltigste EMS-Fitnesskette im deutschsprachigen Raum.“

Zur Realisierung von ambitionierten Zielen sind für Schultheiss im Training wie im Unternehmertum gute Partner unabdingbar. Über die Jahre hat die fitbox GmbH ein Netzwerk an professionellen und zuverlässigen Partnern aufgebaut. Schultheiss zählt auf: „Neben unserem Gerätelieferant, den Ausbildungsinstituten, unserem Architekten und Ladenbauer zähle ich dazu auch die Berliner Volksbank.“

Seien es die Umstellung auf SEPA oder Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen: „Wir werden jedes Mal proaktiv und rechtzeitig informiert und mit den notwendigen Veränderungen vertraut gemacht. Vom ersten Tag an hatten wir auch als kleines Start-up das Gefühl, ein hundert Prozent vollwertiger Geschäftskunde zu sein. Das macht Spaß und ist heute leider nicht bei jedem Kreditinstitut eine Selbstverständlichkeit,“ sagt Schultheiss.