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Gekündigte Mitarbeiter: Wem Sie eine Abfindung zahlen müssen

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Erst wenn bestimmte arbeitsrechtliche Grundlagen existieren, kann ein gekündigter Mitarbeiter erfolgreich seinen Anspruch auf eine Abfindung geltend machen. Im Aufhebungsvertrag wird oft eine Abfindung für den Fall der Auflösung des Arbeitsverhältnisses vereinbart. Der Arbeitgeber ist jedoch nicht in jedem Fall zu deren Zahlung verpflichtet. Will der Mitarbeiter selbst gehen, ist nur dann eine Abfindung zu leisten, wenn er einen Anspruch auf Handelsvertreterausgleich geltend machen kann. Dabei handelt es sich um den Ausgleich von Verdienstausfallschäden, die nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses entstehen können.

Abfindung bei Betriebsänderungen

Bestehen Sozialpläne oder Tarifverträge, dann ist darin häufig das Zahlen von Abfindungen im Falle von betrieblichen Änderungen und damit verbundenen Kündigungen vorgesehen. Allerdings müssen nach § 112 BetrVG (Betriebsverfassungsgesetz) Bedingungen vorliegen, damit ein Arbeitnehmer das Recht auf eine Entschädigung hat: Ihm muss betriebsbedingt gekündigt werden. Und: Im Unternehmen müssen mehr als 20 Beschäftigte angestellt sein. Außerdem kann ein Arbeitnehmer einen Anspruch auf Abfindung geltend machen, wenn er den § 1a des Kündigungsschutzgesetzes geltend machen kann.

Die Höhe der Abfindungszahlung

In der Regel ist frei zwischen Unternehmen und Mitarbeiter verhandelbar, wie hoch eine Abfindung im Falle einer Kündigung durch den Arbeitnehmer ausfällt. Üblich ist die im oben erwähnten § 1a angegebene Höhe von einem halben Monatsgehalt pro Jahr Betriebszugehörigkeit. Im Falle eines triftigen Kündigungsgrundes kann diese Summe auch niedriger ausfallen oder ganz auf die Zahlung einer Abfindung verzichtet werden. Eine Abfindung muss übrigens vom Arbeitnehmer ganz regulär versteuert werden.