Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Arbeiten

Andere Länder, andere Sitten: Benimm-Fehler wirken sich auf den Geschäftserfolg aus

FOTONACHWEIS
© Jörg Lantelme - Fotolia.com

Benimm- und Verhaltensfehler auf Geschäftsreisen können das Aus für die Geschäftsbeziehungen bedeuten.

Das ist das Ergebnis einer Studie von Booking.com, für die mehr als 4.500 Männer und Frauen aus acht Ländern befragt wurden, die 2015 mindestens viermal geschäftlich in die USA oder nach Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Japan, China und Italien gereist sind.

Demnach glauben 62 Prozent der Geschäftsreisenden weltweit, dass Etikette-Fehler sich negativ auf den Erfolg des Unternehmens auswirken können. In Deutschland sind sogar 70 Prozent der Business-Reisenden dieser Ansicht.

Drei von vier Geschäftsreisenden informieren sich vorher über ihr Reiseziel, um die Business-Etikette eines Landes besser zu verstehen. Das verhindere nicht immer einen Fauxpas: Die Hälfte der Befragten befürchtet, dass sie unwissentlich einen Kunden oder Geschäftspartner beleidigen könnte.

Geschäftsessen und Small Talk

Viele Geschäftsreisende werden beim bloßen Gedanken an ein Geschäftsessen nervös, weil jedes Land seine eigenen Essgewohnheiten und Benimmregeln bei Tisch hat: Einer von drei Befragten befürchtet, zu viel Alkohol angeboten zu bekommen.

Ebenso viele fürchten sich vor Small Talk mit Geschäftspartnern, die sie nicht besonders gut kennen.

Mobile Geräte abschalten

Das Smartphone ist auch auf Geschäftsreisen omnipräsent. Laut Booking.com verleitet es jedoch zum Fauxpas: Global gesehen hält fast die Hälfte der Befragten es für den größten Verhaltensfehler, während eines Meetings mobile Geräte zu benutzen – insbesondere in den USA oder in Großbritannien.

Deutsche Geschäftsreisende hingegen sehen in der Begrüßung das A und O für eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung: Knapp die Hälfte der befragten Deutschen sieht die falsche Begrüßung eines Geschäftspartners als einen der größten kulturellen Fauxpas.

Ähnlich beurteilen dies die Japaner: 61 Prozent betrachten eine falsche Begrüßung als die höchste Form der Unhöflichkeit. Vor einer internationalen Geschäftsreise sollte man sich also unbedingt über die jeweiligen Gepflogenheiten vor Ort informieren.

Die richtige Entschuldigung

Die Studie fragte auch danach, was zu tun ist, wenn man unwissentlich einen Fauxpas begangen oder gar einen ausländischen Geschäftspartner beleidigt hat?

Die Antwort: Sieben von zehn japanischen Geschäftsreisenden raten, zu handeln und sich sofort zu entschuldigen.

Über die Hälfte der deutschen Geschäftsreisenden ist der gleichen Meinung – im Gegensatz zu nur 37 Prozent der Italiener: Viele von ihnen würden versuchen, einen Scherz zu machen, um die Situation aufzulockern.

Weitere Informationen

Knigge international