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In jeder vierten Firma herrschen immer noch Befehl und Gehorsam

FOTONACHWEIS
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Anweisungen der Führungskräfte dürfen nicht hinterfragt werden, die Chefs kritisieren viel und loben selten – das ist Realität für jeden vierten Arbeitnehmer.

Das ist ein Ergebnis der Studie „Emotionale Führung am Arbeitsplatz“ der Personalberatung Rochus Mummert, für die 1.000 Arbeitnehmer in Deutschland befragt wurden.

Befehle häufig an der Tagesordnung

Demnach gibt in deutschen Büros und Werkhallen am häufigsten ein befehlender Führungsstil den Ton an. Unterschiede zwischen Altersgruppen oder Geschlechtern gebe es nicht.

Erst an zweiter Stelle folgt laut Rochus Mummert mit einer Verbreitung von 23 Prozent eine coachende Art des Führens, bei der die Mitarbeiter individuell gefördert und Aufgaben sinnvoll delegiert werden.

Auch wenn dieser Führungsstil mit einer Verbreitung von 23 Prozent noch reichlich Luft nach oben hat, verweist er die weiteren Führungsstile (fordernd, visionär, demokratisch, gefühlsorientiert) der Rochus-Mummert-Studie zufolge deutlich auf die Plätze.

Der coachende Führungsstil bringt das Unternehmen langfristig voran

Ein coachender Führungsstil motiviert Arbeitnehmer laut Rochus Mummert am stärksten und kann ihr Potenzial voll ausschöpfen.

„Unter Befehls- sowie Ergebnisdruck gestaltete Strukturen, Prozesse und Systeme verpuffen dabei nach einiger Zeit meist wirkungslos, da die Veränderungen nicht in den Köpfen und Herzen der Mitarbeiter ankommen“, erläutert Carsten Vollrath, Partner bei Innovative Management Partner (IMP).