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Strategie

Tipps: Abmahnungen im Online-Handel vorbeugen

FOTONACHWEIS
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Abmahnungen können für Online-Händler nach wie vor eine Existenzbedrohung darstellen.

Das zeigt die aktuelle Trusted-Shops-Studie „Abmahnungen im Online-Handel 2015“.

Demnach können Shopbetreiber Fehler und Missverständnisse leicht vermeiden, damit es erst gar nicht zu Abmahnungen kommt. Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte bei Trusted Shops, gibt einen Überblick, wie Abmahnungen vorgebeugt werden kann:

Link-Disclaimer im Impressum

Immer wieder ergänzen Webseitenbetreiber ihr Impressum um sogenannte „Disclaimer“ für gesetzte Verlinkungen auf ihrer Seite. Diese sollen dazu dienen, sich vom Inhalt verlinkter Seiten zu distanzieren und eine Haftung auszuschließen. Darum ist es nicht sinnvoll, einen solchen Link-Disclaimer in der Anbieterkennzeichnung zu ergänzen.

Zahlungsmittel und Gebühren

Seit der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie 2014 dürfen nur dann Gebühren für Zahlungsmittel erhoben werden, wenn eine gängige und zumutbare Zahlungsart ohne Gebühren angeboten wird.

Bei Zahlungsmitteln ohne Gebühren muss also nichts weiter beachtet werden. Sobald jedoch Gebühren erhoben werden, muss mindestens eine kostenlose, zumutbare und gängige Zahlungsart angeboten werden.

Grundpreisangaben

Grundpreisangaben werden häufig nur mit Lebensmitteln in Verbindung gebracht. Daneben sind aber auch viele andere Produkte von der Verpflichtung zur Angabe eines Grundpreises erfasst. Fehlt diese im Shop oder wird sie fehlerhaft angegeben, drohen teure Abmahnungen.

Unlautere Werbung

Wer auf sich und seine Produkte aufmerksam machen will, muss diese auch bewerben. Bei der Herausstellung der Vorzüge des eigenen Geschäfts ist allerdings stets darauf zu achten, dass die Werbung nicht unlauter ist. Unlautere Werbung ist abmahngefährdet und immer wieder Gegenstand von Gerichtsentscheidungen. Deshalb sollten Shopbesitzer auf einige Werbeaussagen besser verzichten.

Widerrufsrecht

Seit Juni 2014 bestehen die neuen Regelungen zum Widerrufsrecht. Seitdem gibt es neben den Muster-Widerrufsbelehrungen für Waren und Dienstleistungen auch eine Muster-Widerrufsbelehrung für digitale Inhalte, die Shop-Betreiber beachten sollten.

Werbung mit Testergebnissen

Gute Produkte möchte man auch als solche herausstellen. Aus diesem Grund ist die Werbung mit Testergebnissen eine beliebte Marketingmaßnahme. Allerdings sollten Online-Händler auf alle Einzelheiten achten, da Fehler schnell zu teuren Abmahnungen führen können.

Angabe von Versandkosten

Versandkosten müssen bei sämtlichen Angeboten genannt werden. Im Onlinehandel genügt es, bei Angeboten einen allgemeinen Hinweis aufzunehmen (zum Beispiel: „zzgl. Versandkosten“) und diesen mit einer Versandkostenaufstellung zu verlinken.

Mehr Tipps zum Vermeiden von Abmahnungen finden Shop-Betreiber auf den Internetseiten von Trusted Shops.